Parodistische Züge in der Figurenkonstitution in Strickers 'Daniel von dem blühenden Tal'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.10.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
1689 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668295209
Als Grundlage für den spätmittelalterlichen Roman spielen epische Stoffkreise, die in der Tradition arthurischer Dichtung stehen, eine bedeutsame Rolle. Artusromane weisen zumeist eine gattungsbezogene Provenienz auf und lassen sich ferner in klassische und nachklassische Werke unterteilen. Während epische Dichter der klassischen Zeit vorrangig französische Vorlagen übersetzten, beginnen sich im Spätmittelalter unterschiedliche, autorspezifische Darstellungstechniken zu entwickeln, in denen sich nachklassische Tendenzen begründen.
Um dennoch die "Illusion einer gemeinsamen werkübergreifenden Erzählwelt" aufrecht erhalten zu können, etablierten sich literarische Verfahrensweisen wie jene der Imitation und Integration. Obwohl sich der Stricker in seinem Roman "Daniel von dem Blühenden Tal" ebenfalls dieser Techniken bedient, wie zum Beispiel der Integration bekannter Motive oder vermeintlich arthurisch überlieferten Personals und zudem eine fiktive französische Quelle als Vorlage angibt, gilt sein Werk als unkonventionell und nicht gattungskonform.
In Bezug auf die Gründe hierfür, spricht Haiko Wandhoff (1999) von einer Forschungskontroversen zwischen der Auffassung des Strickerschen Romans als "affirmative Weiterentwicklung der Gattung Artusroman" einerseits und der Interpretation als "satirische Entlarvung der Artuswelt" andererseits.
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