Reformpädagogik im Streitgespräch. Betrachtung journalistischer Reaktionen auf die Missbrauchsvorfälle an der Odenwaldschule
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.01.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
342 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656579519
Hinsichtlich der bekannt gewordenen Missbrauchsvorfälle an der Odenwaldschule, einem reformpädagogisch ausgerichteten Landerziehungsheim in Ober-Hambach, lassen sich derartige Vorwürfe gegen die Theorie der Reformpädagogik immer wieder in den Medien vernehmen. Behler fordert, die Reformpädagogik müsse endlich hart mit sich selbst ins Gericht gehen, denn sie habe versagt.
Gleichzeitig gibt es verteidigende Reaktionen auf derartige Anschuldigungen, [...]. Als Verteidiger des reformpädagogischen Bildungsansatzes ruft er dem Leser Schopenhauers Motto "Was dem Herzen widerstrebt, lässt der Kopf nicht rein" gleich zweimalig in seinem Artikel in Erinnerung; der Kern verkümmere, wenn ihn nicht eine nährende Hülle umgebe und daher sei das Lernen mit Hirn, Herz und Hand notwendig [...].
Schon in diesen journalistischen Artikeln werden die beiden Grundpositionen, die seit einiger Zeit öffentlich diskutiert werden, überaus deutlich. Auf der einen Seite werden die Theorie und die Praxis der Reformpädagogik kritisiert, wenn es um "ganzheitliche Erziehung" und das freundschaftlich-kameradschaftliche Lehrer-Schüler-Verhältnis geht, die derartige Missbrauchsfälle, wie die an der Odenwaldschule, begünstigen würden. Auf der anderen Seite werden gerade diese Elemente als förderlich für ein erfolgreiches und umfassendes Lernen angesehen, was auch in den öffentlichen Schulen immer mehr zur Sprache und Praxis kommt.
Die folgende Ausarbeitung wird zunächst eine Grundlage schaffen, indem das Konzept der
Odenwaldschule anhand ihrer Homepage dargestellt und mit der Reformpädagogik in
Verbindung gebracht wird. Sie wird im Weiteren journalistische Texte zu diesem Thema
betrachten und vergleichen, um die unterschiedlichen Positionen vor allem zu den genannten
Themen der "Gemeinschaft" und der "pädagogischen Liebe" zu verdeutlichen, um im Fazit
schließlich zu einer Beurteilung dieses Streitgesprächs um die Schuldfrage zu gelangen.
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