Der Erzähler im Minnelied. Elemente der narrativen Organisation Vergleichende Analyse von "Went ir hoeren" von Reinmar und "Den morgenblic bî wahtæres sange erkôs" von Wolfram von Eschenbach
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.06.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
397 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668242845
Weiterhin ist jedoch die Frage offen, warum der Minnesang für die deutsche Lyrik so wichtig ist. Aus den Überlieferungen ist zu schließen, dass der Vortrag gesanglich erfolgte. Dies stellten die Minnesänger teilweise selbst dar: "Minne gebiutet mir, daz ich singe" , "...mînen hôhen sanc" . Jedoch sind in der Vielzahl die Minnelieder lediglich textlich überliefert. Die zugehörige Melodie kann in den meisten Fällen nicht mehr nachvollzogen oder nur aus der textlichen und metrischen Form rekonstruiert werden. Aus diesem Grund sind die Lieder der Minnesänger vor allem für die Germanistik von großer Bedeutung.
Wie bereits dargestellt, gibt der Sänger seine Gefühle unmittelbar an das Publikum preis. Diese - besonders die Lyrik prägende - Charakteristik, findet der Rezipient im Minnesang allerdings in einer gewissen Art von Liedern nicht vor. Narrativ organisierte Lieder sind besonders in der Hochzeit des Minnesangs entstanden und sind teilweise von epischen Formen als auch erzählerischen Elementen geprägt, die in den bis dahin vorherrschenden Formen der Gesänge üblicherweise nicht zu finden waren. Besonders durch den Einsatz eines Erzählers distanziert sich der Minnesänger von seinem Vortrag und stellt eine Entwicklung in der Handlung und/oder in der Figurenkonstellation dar.
Ziel dieser Arbeit soll es nun sein, die Merkmale narrativ organisierter Minnelieder deutlich zu machen. Um im Ergebnis einen Überblick geben zu können, werden zwei Lieder gegenüber gestellt und ihre Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die erzählerischen Elemente untersucht.
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