Mit ihrer deutschen Freundin Louise Hartung tauschte Astrid Lindgren sich über viele Fragen aus, die sie bewegten. Im Herbst 1953 lernten die beiden sich in Berlin kennen und begleiteten einander von da an durchs Leben. Ihre Briefe sind das Porträt der engen Freundschaft zweier kluger, eigenwilliger und mutiger Frauen und spiegeln ein sehr persönliches Bild vom Leben in Deutschland und Schweden in einer Zeit des Wiederaufbaus und gesellschaftlichen Umbruchs wider. Großartig interpretiert von Eva Mattes, der Synchronstimme von Pippi Langstrumpf, und Oda Thormeyer.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
16.09.2022
eBook (ePUB)
Ein zutiefst berührendes Zeugnis einer innigen Freundschaft
Wie alles was Astrid Lindgren je geschrieben hat, sind auch ihre Briefe an Louise Hartung fantastisch. Hartungs Schreibstil ist ebenso wunderschön. Man erlebt sowohl die Höhen als auch die Tiefen der Freundschaft zwischen den beiden und hat damit einen tiefen Einblick in ihre jeweiligen Welten. Es wurde auch das ein oder andere Tränchen verdrückt.
Bewertung
5/5
23.07.2021
eBook (ePUB)
Astrid Lindgren sagte einmal, dass sie nur beim Schreiben voll und ganz glücklich sei. Gerade deswegen war sie auch eine sehr passionierte Briefeschreiberin. Mit Louise Hartung stand sie im regen Briefwechsel. In über 600 Briefen tauschten sich die beiden Frauen über den Alltag, Politik und Gesellschaft aus. Eine Freudnschaft zwischen Schweden und Deutschland. Intelligent und eloquent werden aber auch persönliche Belange behandelt. Eine gelungene Auswahl kann man in Ich habe auch gelebt! nachlesen und so eintauchen in die Gedankenwelt zweier beeindruckender Frauen.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
15.07.2021
eBook (ePUB)
anrührende Briefe einer Freundschaft
Wie der Untertitel schon sagt, dieses Buch ist eine Sammlung von Briefen, die die weltberühmte schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren mit ihrer deutschen Freundin Louise Hartung in den Jahren 1953 – 1964 austauschte. 1953 lernten die beiden sich kennen; Astrid stand am Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere, und in Louise hatte sie nicht nur eine treue Freundin gewonnen, sondern auch jemand, die im Berliner Jugendamt arbeitete, und über ihre beruflichen Kontakte (Frau Hartung sass jahrelang auch im Komitee der neugegründeten FSK und hielt Vorträge bei den Vereinten Nationen) die Bücher Lindgrens in Deutschland propagierte. In den 50ern gab es dank Louise in Berlin keine Bibliothek, die nicht bestens mit Pippi & Co. bestückt war.
Der Briefwechsel der beiden sollte erst mit Louises Tod 1964 enden, und die beiden waren so fleissig, länger als 3 Wochen wurde er nie unterbrochen. Wenn eine der beiden im Urlaub war, teilte sie der jeweils anderen immer die Adresse mit, so dass die zwei wirklich immer in Verbindung standen und sich austauschten.
Ich liebe ja alle Bücher von Astrid Lindgren, ich bin mit Pippi, Kalle Blomquist, den Kindern von Bullerbü, Madita und Pims und wie sie alle heissen aufgewachsen, und habe vieles davon auch meinem Sohn als er klein war vorgelesen. Für mich sind die Bücher schon fast Kulturgut, aber ich gestehe, mit der Autorin habe ich mich lange nicht befasst. Ich habe vor kurzem Lindgrens Kriegstagebücher gelesen, und war eher etwas enttäuscht, weil diese nicht wirklich viel von der privaten Person Astrid erzählt haben, und jetzt hat mir eine Freundin diesen Briefroman ausgeliehen – und ich muss sagen, das hier ist echt spannend! Man erfährt viel über das private Leben beider Frauen, ihrer Weltansichten, ihrer Persönlichkeit. Und man erfährt viel über das Leben zweier berufstätiger Frauen in den 50ern und 60ern. Und da muss ich sagen, das hätte ich so nicht erwartet. Man (oder vielmehr ich) hat irgendwie so das Bild der Hausfrau zu diesen Zeiten im Kopf, die ersten Nachkriegsjahre sind vorbei und der Mann hat wieder das Heft in die Hand genommen. Und ich denke, die allermeisten Frauen haben sich in den 50ern auch wieder an den Herd drängen lassen. Aber nicht so Louise und Astrid! Man muss dazu sagen, Louise war zeitlebens unverheiratet, und Astrid seit Beginn der 50er verwitwet, und die beiden sind wirklich berufsmässig komplett durchgestartet. Astrid war nicht nur Kinderbuchautorin, sie arbeitete auch noch in einem Verlag, sie schrieb fürs Radio, und hat immer irgendein Projekt am Laufen gehabt, und Louise hat in ihrem Amt Karriere gemacht, und war, so würden wir heute sagen, bis in höchste Ebenen „connected“. Sie war sehr viel am Reisen, immer unterwegs mit ihrem VW Roadster, und ich war echt platt, was die beiden jede auf ihrer Art und weise jobtechnisch „gerissen“ haben. Chapeaux! Das Buch ist echt ein Zeitzeugnis und portraitiert zwei starke Frauen.
Was dieses Buch aber wirklich ausmacht, ist der Einblick in ihre Freundschaft. Und das fand ich wirklich teilweise herzzerreissend. Die beiden verbanden tiefe Gefühle, die aber bei Louise tatsächlich tiefer als bei Astrid waren. Sie hat sie echt geliebt. Sie war von Sehnsucht erfüllt, und hat ihre Gefühle der Freundin auch schonungslos offenbart. Astrid wiederum hat Louise „nur“ als Freundin geschätzt und geliebt, und wollte keine falschen Hoffnungen wecken. Um dieses Thema ist Astrid teils sehr herumgeeiert, und teils hat sie Louises Worte an sie auch einfach ignoriert und totgeschwiegen – was Louise natürlich total gekränkt hat. Ach, das war echt sehr emotional zu lesen. Vor allem, weil Louise die Freundin nie bedrängt hat, wie man das vielleicht hätte meinen können – sie hat sich zwar erklärt, aber davon abgesehen wollte sie nichts, was die andere nicht hätte freiwillig und gerne geben können. Trotzdem hat Astrid sich des Öfteren in die Enge gedrängt gefühlt – und ich fand das beim Lesen so schade. Im Vorwort des Buches gehen die beiden Herausgeber darauf auch kurz ein: da sind auch zwei unterschiedliche Lebensauffassungen auf einander getroffen. Louise, die im weltoffenen Berlin in den 20ern als Sängerin unterwegs war, und Astrid, die in eher ländlichen, bürgerlichen Verhältnissen aufwuchs und lebte. 2 Welten prallen aufeinander.
Einen anderen spannenden Aspekt will ich auch noch kurz erwähnen: beide Freundinnen litten mehr oder weniger stark an Depressionen. Melancholie. Das fand ich spannend, denn früher sprach man ja darüber so gut wie gar nicht. Louise und Astrid aber haben sich hier gegenseitig immer wieder Stärke geben können. Ein interessanter Nebenschauplatz.
Und um ein Fazit abzugeben: sehr lesenswert! Auch für „Nicht-Lindgren-Fans“. Das hier ist ein spannender Briefroman, mit vielen Faksimiles, und die berührende Schilderung zweier Frauenleben. Daumen hoch!
Bewertung
5/5
15.12.2017
Hörbuch (CD)
Zwei Frauen auf der Suche nach...
Zwei Frauen auf der Suche nach sich selbst und eine Freundschaft, die Grenzen überwindet. Ein Briefwechsel der besonderen Art - berührend, leise, mitreißend!
Bewertung
3/5
15.03.2018
Hörbuch (CD)
Die Freundschaft zwischen zwei...
Die Freundschaft zwischen zwei bewundernswerten Frauen ist inspirierend und spannend zugleich. Die Briefe gleichen Kurzgeschichten. Ein wundervolles Buch für zwischendurch.
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5/5
16.10.2020
eBook (ePUB)
Eine ungewöhnliche Freundschaft
Ein beeindruckender Briefwechsel zweier intelligenter und starker Frauen, der sich so inspirierend wie Lindgrens Bücher liest. Der Ullstein Verlag hat uns hier einen wahren Schatz zur Verfügung gestellt. Man ist mal amüsiert, mal sinniert man und mal schwelgt man einfach in der Erzählung. Sprachlich wirklich sehr gut und trotzdem nah am Leser bzw. Publikum.
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5/5
03.12.2017
Hörbuch (CD)
Ein Briefwechsel, der Astrid Lindgren...
Ein Briefwechsel, der Astrid Lindgren von einer anderen Seite zeigt. Beide Frauen teilen ihre Gedanken zu vielen Lebensbereichen. Eindrucksvoll zu lesen, wirkt nach.
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