Produktbild: Liebe im Konsumkapitalismus

Liebe im Konsumkapitalismus

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4,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

28.07.2016

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden

Seitenzahl

49 (Printausgabe)

Dateigröße

640 KB

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

EAN

9783658147174

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Format

PDF

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

28.07.2016

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden

Seitenzahl

49 (Printausgabe)

Dateigröße

640 KB

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

EAN

9783658147174

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  • Bewertung

    5/5

    10.01.2024

    eBook (PDF)

    Lohnenswerte Lektüre über die Liebe im Kapitalismus

    Der Autor von "Konsumismus. Kritik einer Lebensform" legt in seinem neueren Werk über die Liebe eine anspruchsvolle Analyse vor. Das Buch, das in der Reihe "Essentials" des Springer-Verlags erschienen ist, untersucht eingehend das komplexe Verhältnis von Liebe und Konsumkapitalismus in der heutigen Gesellschaft. Die Kapitel des Buches beleuchten jeweils spezifische Aspekte des Themas und loten die komplexen Wechselwirkungen und Dilemmata aus, die sich in der gegenwärtigen Liebeslandschaft manifestieren. Das einleitende Kapitel beschreibt die Ambivalenz der modernen Liebe: Trotz eines vermeintlich befreiten und offenen Umgangs mit Beziehungen bleibt die Praxis der Liebe stark von konsumorientierten Mustern geprägt. Dies legt den Grundstein für die folgenden Überlegungen und unterstreicht die Notwendigkeit einer differenzierten Analyse. Im zweiten Kapitel werden die Strukturen der Konsumgesellschaft und ihr Einfluss auf das menschliche Sexualverhalten analysiert. Dabei wird die These vertreten, dass die westlichen Gesellschaften trotz ihrer Expansionstendenzen die inhärenten Grenzen und natürlichen anthropologischen Schranken von Liebe und Beziehung vernachlässigen und stattdessen im Sinne des Marketing alles versprechen. Im Mittelpunkt des dritten Kapitels steht die Kommodifizierung zwischenmenschlicher Beziehungen, die durch ein Paradox gekennzeichnet ist: Obwohl sie im Kontext des Konsumspektakels stattfinden, besteht weiterhin ein Bedürfnis nach Nähe und Authentizität in romantischen Beziehungen. Kapitel vier erörtert die veränderten Formen der Liebe in der Postmoderne. Insbesondere wird die Rolle der digitalen Medien bei der Gestaltung und Vermittlung romantischer Beziehungen untersucht, wobei der kommerzielle Einfluss des Marktes und individuelle Begehrlichkeiten im Vordergrund stehen. Das fünfte Kapitel thematisiert die konsumkapitalistischen Inszenierungen der Liebe, die im Kontext neoliberaler Gesellschaften zu einer Marginalisierung tiefer, tragfähiger Beziehungsformen führen können. Es stellt die Frage nach der Beständigkeit und Authentizität von Beziehungen in einer Welt der unverbindlichen Freizügigkeit und des ständigen Austauschs. Die folgenden Kapitel vertiefen das Verständnis von Polyamorie und traditionellen Beziehungsmodellen sowie die Rolle der Medienindustrie bei der Kommodifizierung von Liebesbeziehungen. Der abschließende Epilog lenkt den Blick auf die Möglichkeit der Überwindung von „Glücksarmut“ durch Liebe und stellt einen Appell zur Transformation ökonomischer und sozialer Strukturen dar. Insgesamt bietet das Essential eine tiefgründige und vielschichtige Analyse der komplexen Verflechtungen von Liebe und Kapitalismus. Es zeichnet sich durch seine intellektuelle Tiefe, seine kritische Perspektive und seine theoretische Raffinesse aus, was es zu einer unverzichtbaren Lektüre für alle macht, die sich mit den soziokulturellen Dynamiken der Liebe in der modernen Welt auseinandersetzen wollen. Gerade weil das Buch andere Akzente setzt als vergleichbare Werke, lässt es sich gut parallel z.B. zu den Büchern von Eva Illouz lesen.

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