Denken und Wirklichkeit in der wissenschaftlichen Weltauffassung des frühen 20. Jahrhunderts Der "Wiener Kreis"
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.11.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
556 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668351752
Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich die wissenschaftliche Grundhaltung des Positivismus durchzusetzen. Somit wurde eine wissenschaftliche Erkenntnis auf empirische Befunde beschränkt, und erhielt ihre Gültigkeit folglich nur dadurch, dass eine Untersuchung unter den vorher abgesprochenen Bedingungen einen Nachweis erbringt. Die Neuerungen der Naturwissenschaft, welche nach und nach im Stande war, eindeutige Erkenntnisse zu gewinnen, hatte Auswirkungen auf die wissenschaftliche Denkweise und auf jede Wissenschaft, so auch auf die Philosophie.
Die Beherrschung und Berechnung der Welt, einhergehend mit der Naturwissenschaft, gewann an Relevanz. Die Metaphysik, deren Probleme nach und nach als Scheinprobleme betrachtet wurden, rückte in den Hintergrund. Da nun neue "Mittel" existierten, um zu allgemeingültigen Erkenntnissen zu gelangen, setzte sich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts der Versuch einer Umgestaltung der Philosophie durch, welche zu einer reinen Erkenntnis- und Wissenschfaftstheorie etabliert werden sollte. Der bisher für die Philosophie wichtige Zweig der Metaphysik sollte aufgrund seiner irrelevanten Probleme für die Wissenschaft gänzlich darauf reduziert werden, Weltanschauungen zu entwerfen, die den Menschen lediglich eine Befriedigung nach dem Sinn mancher Tatsachen entgegenbringen.
Diese Meinung teilten die Mitglieder des Vereins Ernst Mach, später der Wiener Kreis, und dessen Gründer Moritz Schlick (1882-1936). Ab 1922 versammelte die Gruppe aus Philosophen und Wissenschaftstheoretikern sich regelmäßig und diskutierte über die Fortschritte der Naturwissenschaften und deren Auswirkungen auf die Philosophie. Ihr Anliegen waren nach Kriterien zu suchen, mit denen man philosophische Aussagen als gültig oder nicht gültig einstufen könnte, sowie alle empiristischen Wissenschaften mit Hilfe der Logik rational zu rekonstruieren. Das Interesse des Wiener Kreises bestand also hauptsächlich in dem Bemühen um eine wissenschaftliche Weltauffassung, zudem sollte die Philosophie künftig als Wissenschaft betrieben werden.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice