Eine kleine Insel an der Westküste Schottlands und ein Geheimnis, das alles verändert ... Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein ...
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Der etwas andere Liebesroman
Bewertung am 02.05.2021
Bewertungsnummer: 1027966
Bewertet: eBook (ePUB)
Isla hat ihren langjährigen Freund verlassen und geht zurück auf die Insel, auf der sie aufgewachsen ist. Das Verhältnis zu ihrer Familie, besonders ihrem Vater ist schwierig. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, als sie ein Kind war. Das Zusammenwohnen gestaltet sich auch dementsprechend schwierig. Da ist aber noch ihre Jugendliebe Finn, der auf der Insel mittlerweile einen erfolgreichen Pub betreibt. Eine Freundin der Familie Shona, welche wie die Grossmuter für Isla ist, versucht die beiden wieder zusammen zu bringen. Eines Tages taucht ein Fremder auf der kleinen Insel auf und ein lang gehütetes Geheimnis um Shona und eine verschwundene Insel kommt zum Vorschein. Isla und Finn nähern sich wieder an... Bleibt Isla auf der Insel, die sie vor Jahren verlassen hatte, wie damals ihre Mutter? Das Buch wird aus der Sicht von Isla und Finn erzählt. Es hat mir sehr gut gefallen. Daneben wird noch die Geschichte der verschwundenen Insel erzählt. Die Beziehungen von Isla zur Insel, zu ihrer Familie und zu Finn machen das Buch interessant. Es ist wirklich lesenswert. Ich mochte die Protagonistin Isla von Anfang an und Finn war mir sehr sympathisch.
Leben auf der Insel
Bücher in meiner Hand am 02.05.2021
Bewertungsnummer: 1169028
Bewertet: eBook (ePUB)
Das hübsche, helle Cover passt nicht wirklich zu der schottischen Insel Bailevar, die erfundene Nachbarinsel von Iona. Das Leben auf Bailevar ist hart und dem launischen Wetter und den Gezeiten angepasst.
Isla, die Protagonistin dieses Romans, ist genau wie die Insel: je nach Wetter macht sie einen sonnigen, frischen, forschen, schroffen oder betrübten Eindruck.
Sie wurde in ihrer Kindheit zutiefst verletzt, weshalb sie, kaum alt genug, die Insel verliess. Die letzten zehn Jahre lebte und arbeitete Isla in Edinburgh mit ihrem Freund Eric zusammen. Als die Beziehung in die Brüche geht, weiss sie nur einen Fluchtort: Bailevar. Auch wenn es ihr gegen den Strich geht, wieder nach Hause zu kommen.
Empfangen wird Isla nicht gerade freundlich von ihren Verwandten. Nur die 88jährige Shona freut sich, dass Isla zurück gekehrt ist und will Isla mit Finn verkuppeln. Finn war Islas bester Freund und vielleicht auch mehr, doch nun sind beide erwachsen geworden und haben verschiedene Lebensträume. Kein Wunder, denn Finn und Isla kommen aus unterschiedlichen Elternhäuser. Bei Isla wurde und wird nicht geredet und nicht geliebt - Verbitterung macht sich breit. Finns Familie hingegen ist herzlich und ermunternd und gibt das so weiter.
Finn hat ein grosses, gute Herz. Er kam mir vor wie das Herzstück der Insel. Sein älteres Pendant ist seine Grosstante Shona. Sie kennt nicht nur alle Bewohner, sondern auch sämtliche Geschichten der Insel, die sie immer gern erzählt. Verschlagen ist sie auch und nutzt ihr Alter, um alles Mögliche vorzutäuschen - sie muss man einfach mögen.
Während also Finn das Inselpub samt Feinschmecker-Restaurant führt, Shona es gemütlich angehen lässt und Isla ihre Vergangenheit zu bewältigen versucht, taucht ein Fremder auf der Insel auf. Der Mann fällt auf, da er mehr Zeit auf der Insel verbringt als ein normaler Tourist. Wild wird spekuliert, was es mit dem Mann auf sich haben könnte.
Diese Szenen sorgen für Würze im erzählstarken Roman. Das Leben auf der rauen Insel hat die Autorin toll und glaubhaft festgehalten, ebenso die lebensnahen Figuren. Zum Beispiel die Musiker, die ins Pub einfallen, sobald feststeht, dass heute wegen Sturm keine Gäste vom Festland kommen werden. Ganz nach dem Motto: die Insel gehört heute Nacht nur uns Einheimischen. Auch Isla mochte ich sehr. Sie ist ein Inselkind durch und durch, auch wenn sie sich eingeengt fühlt und sich ein Leben auf ihrer Heimatinsel Bailevar nicht mehr vorstellen kann. Die Insel hat sie stärker geprägt, als sie meint. Ich konnte mich gut in sie einfühlen.
"Mein Herz ist eine Insel" erinnert mich stark an Jenny Colgans Sommerküche. Ähnliches Setting, ähnliche Story - und doch ganz anders. Anne Sanders Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und liess mich bis zum Ende nicht mehr los.
Fazit: Wer sich auf die raue Insel einlassen kann, entdeckt eine überzeugende und berührende Geschichte, die man das ganze Jahr über lesen kann.
4.5 Punkte.
Meinung aus der Buchhandlung
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Dieser Roman hält leider nicht das, was das Titelbild verspricht, nämlich romantisch-leichte Sommerlektüre. Statt dessen eine Protagonistin, die glaubt, das Leben und ihre Umwelt schulden ihr etwas und die sich deshalb ständig selbst bemitleidet. Dieser Typ Mensch ist schon im wahren Leben anstrengend, deshalb muss man ihn nicht auch noch in seiner Urlaubslektüre haben!
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