Die Tatsache, dass wir die Ereignisse in unserem Leben nicht immer unter Kontrolle haben, wurde selten so poetisch und vergnüglich in leichtfüßig daher kommende Gleichnisse verpackt. Mit welchem Blick schauen wir in diese Welt? Ist das, was wir tun, und das, was wir wollen, immer das Richtige? Wie positionieren wir uns gegenüber anderen? In den 13 Parabeln für den Nachttisch geht es um unsere Träume und Sehnsüchte, um Freundschaft, Liebe und Verantwortung, aber auch um äußerst fragwürdige und eingefahrene Handlungsmuster, kurz: um unsere eigene, wundervolle Unvollkommenheit. Lassen Sie sich von freundlichen Riesen und eigensinnigen Feen, neugierigen Katzen und tollpatschigen Fröschen zu einer Reise der besonderen Art verführen. Die kurzen Episoden sind perfekt als Nachttischlektüre vor dem Schlafengehen geeignet. Oder man liest sie zu anderen Zeiten an anderen Orten, vermutlich mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht und voller Erstaunen über die Verhaltensakrobatik der ungewöhnlichen Hauptfiguren.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ich bin durch Zufall beim Herumstöbern auf dieses Büchlein gestoßen. Normalerweise lese ich eher Romane oder selten auch mal Kurzgeschichten. Dieses Buch mit kurzen Gleichnissen war für mich jedoch eine erstaunliche Erfahrung - die Texte sind zwar etwas "märchenhaft", aber tiefgründig und erinnern mit ihrer Sprache an den "kleinen Prinzen" von Saint Exupéry. Ich habe das Buch zwischendurch immer mal wieder zur Seite gelegt, um die ein oder andere Geschichte innerlich "nacharbeiten" zu lassen. Aber so ist das Buch, glaube ich, ja auch gedacht.
Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man sich auf diese Art von Geschichten einlassen will. Ich werde es noch einmal bestellen und verschenken. Das Hardcover sieht mit den Illustrationen und der guten Papierqualität sehr schick aus.
padmanpl.blog
aus Frankfurt
4/5
17.11.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr langer Titel für ein viel zu kurzes Buch
Zunächst einmal die Erklärung was eine Parabel überhaupt ist. Vielen dürfte dieser Begriff vielleicht noch aus der Schulzeit, aus dem Fach Mathematik, in Erinnerung liegen. Das hat aber in diesen Fällen nichts damit zu tun. Eine Parabel ist in der Literatur eine Erzählung, die einem Gleichnis entspricht. Sie kann dazu dienen ethische und moralische Fragen zu stellen, aber auch in der ironischen Form, auf diese einzugehen.
Insgesamt sind es, wie eingangs bereits geschrieben, 13 dieser Parabeln. Eine davon handelt von der kleinen Katze, der ein Ohr abgebissen wurde. Das ist aber tatsächlich nur eine von den 13 Geschichten. Dafür ist diese als Titelgeber für dieses Buch sehr gut gewählt.
Vielleicht schreibe ich das, weil ich mich sehr gut mit der kleinen Mieze identifizieren kann und / oder ich Katzenbesitzer bin. Möglicherweise auch beides. Vielmehr wird es aber daran liegen, dass die Katze in jungen Jahren Dinge versucht, die eigentlich keine Katze macht. Wie das Finden von einem Freund, der keine Katze ist. (Siehe Klappentext) Dass sie es dennoch versucht, um ihre eigenen Erfahrungen in ihrem eigenen Leben zu machen, spricht für die Katze, wenngleich sie dabei nicht immer erfolgreich ist.
Das ist durchaus ein Gleichnis, also ein Spiegelbild zum menschlichen Verhalten. Schließlich können auch wir nur dann eigene Erfahrungen machen, wenn wir selbst etwas versuchen oder ausprobieren. Die Erfahrungen von anderen Personen können hilfreich sein, sind aber immer noch die von anderen Personen.
Und so spiegeln die verschiedenen Geschichten, die oftmals ganz märchengleich mit Es war einmal beginnen, viele Dinge aus dem Leben eines Menschen wieder: Hoffnung, Glück, Geduld, die Suche nach etwas Bestimmten, sogar Politik und Ängste.
Die gewählten Hauptfiguren in jeder Geschichte agieren ganz unterschiedlich. Mal sind sie unerfahren, handeln überstürzt oder naiv, mal überlegt und mal vergessen sie das Wesentliche.
In vielen dieser Gleichnisse kann ich mich selbst auch wiederfinden und habe durchaus die beschriebenen Erlebnisse mit den meinen verglichen. Die Parallelen sind schon beinahe erschreckend aber doch so wahr.
Auch die Art, in der die Geschichten geschrieben sind, ist leicht und verständlich, so dass das Lesen am Stück keine große Schwierigkeit darstellt.
Ich finde, dass die gewählten Themen und Geschichten durchaus zum Nachdenken anregen. Ob über sich selbst, das Leben oder zu bestimmten Situationen im Leben und in der Welt, ist dabei jedem anhand seiner Erfahrungswerte selbst überlassen. Schön ist auch, dass man sich nicht nur in die Agierenden, sondern auch in die gewählten Umgebungen, hineinversetzen kann. Dabei helfen die schönen Beschreibungen der Orte und Umgebungen sehr.
Persönlich würde ich jedoch nicht sagen, dass die Geschichten geeignet für Kinder sind; jedenfalls nicht alle von ihnen. Vielmehr meine ich, dass eine gewisse Lebenserfahrung schon vorhanden sein sollte, um den Inhalt der Worte auch nachhaltig zu verstehen.
Das einzige Manko, das ich diesem Buch geben kann, ist, dass es zu kurz ist. Ansonsten hat es mich angesprochen und dazu gebracht, mir einige meiner Lebenssituationen nochmals vor Augen zu führen. Manchmal schön, manchmal weniger. Vielleicht auch gerade deswegen, würde ich dieses Buch nochmals kaufen.
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