Ein Luftschiff überfliegt die Arktis. In der Führergondel wendet der Funker den Kopf und sieht den Kapitän fragend an; es gibt plötzlich keine Funkverbindung. Das Flugzeug mit Passageren und Besatzung befindet sich in einer 'Zone des Schweigens', in dem es angeblich ein 'Loch im Äther' gibt.Für die Passagiere ändert sich nichts, denn das Luftschiff gleitet ruhig und unverändert weiter seine Bahn. Die Augen der Offiziere im Führerstand werden aber gespenstisch wach, die Nerven spannen sich. Der Kapitän und seine Mannschaft warten atemlos darauf, dass sie die Stimmen der Welt wieder hören können. Unten im Eis sieht einer die Passagiere plötzlich ein gigantisches Frauantlitz. Eine einsame Eisskulptur, die eine unglaubliche Geschichte besitzt...-
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Bewertung
5/5
30.08.2025
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Augen so kalt wie Eis
Man merkt der Geschichte schon deutlich an, dass sie in ihrer Zeit verhaftet ist. Das Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern war zum Beispiel noch ein ganz anderes.
Und trotzdem fesselte mich das Abenteuer in der Arktis, mit dem mystischen Beginn mit dem Luftschiff, bis zum Schluss.
Solche Abenteuerromane sind heutzutage selten geworden. So bietet die Erzählung einerseits einen historischen Rückblick, andererseits aber auch etwas Zeitloses. Für mich war vor allem die Weiterentwicklung der Figuren interessant.
Der Autor ist bereits 1944 verstorben, er wurde von den Nazi durch das Fallbeil getötet. Vorliegender Roman gehört zu seinen ersten Werken und ist 1933 erstmals erschienen. Rudolph galt als „Groschenroman-Schreiber“. Er veröffentlichte um die 50 Bücher. Das vorliegende würde ich als „ernsthafte“ Literatur bezeichnen. Es ist auch in der Gegenwart noch gut lesbar und mitreißend.
Wolfgang Berger liest routiniert und gut und verschaffte mir ca. 5,5 Stunden interessantes Hörvergnügen.
Fazit: lohnenswert
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