Der 'Lanzelet' Ulrich von Zatzikhovens. Ein struktur- und krisenloser Abkömmling der Artusromane?
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.08.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
388 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668269798
Der Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven: Die ältere Forschung war in ihrem Urteil über dieses Werk der Artusdichtung recht eindeutig: Lange Zeit war der Lanzelet umstritten, unverstanden und wurde scharf kritisiert. "Ein trüber Spiegel" des Iwein und allenfalls "niedere[n] Artusepik" wird die Erzählung vom jungen Ritter Lanzelet durch den rennomierten Altgermanisten Hugo Kuhn geschimpft. Im Verfasserlexikon der deutschen Literatur des Mittelalters von 1953 wird der Lanzelet gar als "bedenkenlose Kompilation von verschiedenartigem Strandgut" bezeichnet. Diese Strukturdebatte erfuhr erst durch Kurt Ruh einen Wandel. Zwar blieb der Artusroman eine Erzählung von geringerer Kunst, jedoch "ließe [er] mit hinreichender Deutlichkeit ein bestimmtes Programm und eine Struktur erkennen [...]." Erstmalig in der Forschung kommt dem Lanzelet ein Platz in der Literaturwissenschaft zu, und zwar als ein "neues Modell des Artusromans". Aber was ist das für ein neues, besonderes Modell? Lässt sich in der Aneinanderreihung von Episoden im Lanzelet doch noch eine gewisse Struktur erkennen? Diesen Fragen gilt es in der vorliegenden Seminararbeit nachzugehen. Dabei wird zunächst zu klären sein, was der Begriff "Struktur" bezeichnet und wonach man bei einer solchen Untersuchung also forschen muss. Ralf Simon entwickelte im Jahre 1990 eine Art Gattungsformel für Artusromane. Sie bildet die Grundlage dieser Strukturuntersuchung; von seinen Erkenntnissen ausgehend soll diese Arbeit den Versuch unternehmen, eine ähnliche Formel für diesen speziellen Artusroman zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Krise des Ritters Lanzelet, die ihm in vielen Rezensionen verweigert wurde. Wie ist die Krise in mittelhochdeutscher Artusdichtung konzipiert? Was bringt den Helden in eine Krise; was macht sie vielleicht notwendig für den Fortgang des Romans?
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice