„Früher war alles leichter – vor allem ich.“ Die ganz knapp nicht mehr Enddreißigerin Bea, die gerade erfolgreich ihren Ehemann an die beste Freundin „verschenkt" hat, setzt sich das Ziel, so viele Frösche zu küssen, bis endlich der richtige Mann dabei ist. 1.000 Männer müsste man daten, das ist ihr Plan. Doch da kommt ihr der verheiratete Erik in die Quere, Mann einer der reichsten Frauen der Stadt. Um sich von ihren Gefühlen für ihn abzulenken, stürzt sie sich in den Dschungel des Onlinedatings. Erfolgreich, was die Quantität angeht. Doch Erik geht ihr nicht mehr aus dem Kopf ... Ein moderner, frecher und witziger Sommerroman, zum Ende zudem spannend wie ein Krimi. „1001 Date" ist der Folgeband von „Mann zu verschenken" und der 2. Band einer Trilogie. Der freche Roman kann jedoch auch ohne Kenntnis des vorherigen mit Genuss gelesen werden.
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Es ist ein sehr lustiges Buch einfach und gut zu lesen. KLASSE
Aber Yvon soll den Kopf nicht hängen lassen, es wird bestimmt noch der richtige kommen. Ich, auf jeden fall Liebe sie.
"Der Liebe zu begegnen, ohne sie zu suchen, ist der einzige Weg, sie zu finden."
Dr_ M aus Sachsen am 26.06.2018
Bewertungsnummer: 1113527
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bea hat einen Plan, steht auf der Rückseite des Buch-Covers. Teil Eins war einfach: Treibe deinen lästig gewordenen Ehemann zwischen die Beine deiner besten Freundin, dann bist du ihn los, bleibst im Haus und wirst samt der Kinder gut versorgt. Teil Zwei verspricht viel Abenteuer und Ungewissheit: Gehe auf Dating-Plattformen, dann hast du bei etwa 1000 Dates rein statistisch gesehen eine gute Chance, die neue große Liebe zu finden. Klingt gut, ist aber praktisch gedacht ziemlich dämlich. Denn erstens ist das Begreifen von statistischen Aussagen auch für Bea scheinbar nicht ganz so einfach, und zweitens behindert eine bunte Hoffnung oft das Wahrnehmungsvermögen.
Dabei sollte man bei Bea Einiges an Erfahrung erwarten, denn schließlich gibt sie an, bis jetzt schon mit wenigstens 200 Männern herumgevögelt zu haben, was, wieder rein statistisch gesehen, weit über dem Durchschnitt liegt. Ungeachtet ihrer vielfältigen horizontalen Erlebnisse scheint Bea trotzdem noch ermitteln zu wollen, ob tatsächlich ausreichend viele Männer auf solchen Dating-Plattformen auch die große Liebe finden wollen.
Wer Interesse an Beas Dating-Erlebnissen spürt, sollte zu diesem Roman greifen. Beim Versuch, ihre geniale Logik zu verstehen, droht man allerdings zwangsläufig zu scheitern. Denn: Wenn nicht schwerwiegende Umstände dagegen sprechen, stellt sie sich ihren meist schwer unter genitalem Druck stehenden Dating-Partnern gerne gleich einmal hilfreich zur Verfügung. Schließlich muss man vor der großen Liebe erst einmal wissen, wie die Herren rein technisch gesehen so vorgehen. Eigentlich will Bea es immer schnell hinter sich bringen und vielleicht auch etwas davon haben. Aber rechtmachen kann es ihr sowieso keiner. Wer oder was Bea so alles begegnet, macht den eigentlichen Reiz dieser Geschichte aus. Aus welchen Quellen die Autorin diese wunderbaren Einblicke hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Komisch und wahrscheinlich auch noch realistisch sind sie auf jeden Fall.
"Ein Buch mit Tempo, frech, zum Ende spannend wie ein Thriller", heißt es auf dem Cover. Langweilig wird einem in der Tat nicht. Und man kann Beas Geschichte auch frech nennen, wenn man sie oberflächlich betrachtet. Doch hinter dieser frechen Fassade verbirgt sich in Bea ein tief sitzendes Unvermögen, sich wirklich auf einen Mann einlassen zu wollen. Und ihr fehlt jedes Vertrauen in die eigene körperliche Intelligenz, die genau weiß, welcher Partner passt und welcher nicht. Obwohl sie nämlich bei Erik, den sie zufällig in ihrer Stadt traf, genau spürte, dass er für sie gut ist, zieht Bea ihr seltsames Notprogramm dennoch gnadenlos durch, trotz des sicher richtigen Gefühls, tief gesunken zu sein und die Selbstachtung zu verlieren.
Auf der einen Seite ist das Buch durchaus komisch, weil wahrscheinlich sehr realistisch. Andererseits verwirrt Beas exzessives Bedürfnis nach von vorneherein zweifelhaften Erlebnissen, die sie immer weiter von ihrem Ziel abbringen. Kurz gesagt: eine sehr ambivalente Geschichte mit einer reichlich schizophrenen Heldin.
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