Die Welt ist aus den Fugen. Die Lage ist ernst. Die Frage scheint berechtigt: Ist Europa noch zu retten? Unsere Währung, der Euro? Wer hat eigentlich diese EU erfunden? Wer und weshalb? Ist man uns da nicht eine Menge Antworten schuldig geblieben? Die Frage stellte sich auch Hugo Portisch. Aber er kennt die Antworten und bleibt sie uns nicht schuldig.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Rosemarie Tischler
aus Linz
5/5
13.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
WAS JETZT
Mit seinem neuen Buch WAS JETZT , hat der Großmeister des österreichischen Journalismus, Hugo Portisch erneut bewiesen,
dass er diesen Titel nicht zu UNRECHT trägt:
Mit spielerischer Leichtigkeit analysiert er den Zustand des heutigen Europa
(auch im Gesamtkontext zum Rest der Welt),
erklärt schlüssig in der historischen Rückschau
warum Europa ist wie es sich heute darstellt und gibt schlussendlich auch
Antworten auf die immer größer werdende Skepsis vieler Kritiker.
Mit diesem 77seitigen Bändchen hat Hugo Portisch bewiesen,
dass man auch ein solch komplexes Thema wie Die Zukunft Europas
durchaus präzise auf den Punkt bringen kann, wenn - wie in seiner Person-,
der Politikwissenschafter und Historiker mit dem Journalisten kongenial verschmilzt.
Helga Mitterhauser
aus Seiersberg
5/5
13.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich möchte auf die Straße laufen und es allen vorlesen!
Was für ein Buch.
Zur Zeit wird die Sparte Politisches Sachbuch von einer Welle aussergewöhnlich trefflicher Pamphlete beschickt - allen voran Stephane Hessels Empört Euch.
Seit einigen Tagen nun hat die Verlagswelt einen noch viel größeren Schatz hervorgebracht - von keinem Geringeren als unserem Altmeister in Sachen Journalismus, dem großartigen Hugo Portisch, verfaßt. Wie keinem anderen gelingt es ihm auf bloß 76 Seiten, mich zum glühenden EU-Verfechter zu machen. Denn in seinem Bändchen gelingt es ihm virtuos den europäischen Gedanken sowohl historisch, wirtschaftlich, (kriegs)politisch als auch ethnisch und global phänomenal aufzubereiten, zu erklären, zu rechtfertigen und zu bestätigen.
Ausgehend vom Marschallplan für ein völlig darniederliegendes Europa, über Deutschlands und Frankreichs Montanunion, EWG, EFTA und NATO bis hin zur heutigen EU wird Portisch nicht müde aufzuzeigen, wie wichtig die europäische Staatengemeinschaft ist - und wie richtig.
Wußten Sie, dass auch Österreich schon unter einen Rettungsschirm kam (1923) und mit einer kurzen Unterbrechung (1933-1945) bis 1980 diesen Kredit zurückzahlte? Aber lesen Sie selbst. Und lesen sie es mindestens 10 Leuten vor. Mein erster Weihnachts-Geschenk-Tipp.
Thomas Fritzenwallner
aus Wiener Neustadt
5/5
13.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was lehrt uns die Vergangenheit; wie können wir diese Erkenntnisse nun nützen?
1922, vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, war Österreich pleite. Der Hilferuf an die Siegermächte verhallte, dann gelang es Bundeskanzler Ignaz Seipel eine Völkerbundanleihe zu erreichen. Die Auflagen damals seien vergleichbar mit den heutigen Auflagen für Griechenland, sagt der österreichische Journalist Hugo Portisch.
Damals gab es eine Verwaltungsreform - 100.000 Beamte mussten entlassen werden. Spitäler, Postämter und Schulen mussten zusammengelegt werden. Arbeitslosenversicherungen und Pensionsversicherungen mussten abgesenkt werden. Es war verheerend und genauso verheerend wird es in Griechenland sein, wenn man nicht dagegensteuert und ein Konjunkturpaket schnürt, ist sich Portisch sicher.
Portisch unterstreicht einen Punkt ganz besonders: Der Völkerbund hat uns einen Kommissar nach Wien gesetzt, dem die Regierung alles vorlegen musste, was sie finanzieren wollte. Stellen Sie sich vor, wir würden das jetzt mit Griechenland oder Portugal machen. Dann würden wir das relativ rasch in den Griff bekommen.
Österreich bekam die Krise in den Griff und aus der Inflations-Krone wurde der harte Schilling. Trotzdem brauchte Österreich zehn Jahre später, also im Jahr 1932, noch einen Nachschlag zur Anleihe. Der Abbau im Sozialwesen als Bedingung für die Anleihe sei eine Wurzel für den Bürgerkrieg gewesen, sagt Portisch.
Aus diesen Erfahrungen lasse sich auch für die heutigen Sanierungspakete etwas lernen. Es ist klar abzusehen: Wenn die Griechen und Italiener diese gewaltigen Sparpakete einhalten müssen, dann wird die Wirtschaft abgewürgt. Dann sind sie nicht mehr in der Lage, Zinsen oder gar Rückzahlungen zu leisten und so schädigen wir uns nur selbst, wenn wir sie zu stark belasten, so Portisch.
Für Österreich kam damals das Geld nicht von den Staaten, sondern von den Banken und die machten damals kein schlechtes Geschäft, sagt Portisch. Österreich zahlte nämlich die Anleihe bis auf den letzten Groschen zurück. Die letzte Rate wurde 1977 bezahlt. Die letzten Zinsen im Jahr 1980.
Bewertung
aus Rohrbach
5/5
13.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Für EU-Zweifler
Ein zeitkritisches Buch mit tollen Hintergrundinformation über österreichische Politikgeschichte. Mit diesem Wissen werden auch die größten EU-Skeptiker bekehrt. Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre für alle Österreicher (im speziellen der Politiker) sein.
Lisa S.
aus St. Pölten
4/5
10.11.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
Viel Geschichte, ein bisschen zu wenig Zukunft
Keine Frage, Hugo Portisch ist Hugo Portisch. Ein äußerst sympathischer Journalist und Schriftsteller der erneut zeigt wie gut er Dinge selbst für politische Laien (wie ich es einer bin) verständlich beschreibt und uns die Geschichte Österreichs noch einmal vor Augen führt.
Kurz und knapp, jedoch trotzdem informativ, einzig und allein bleibt bei mir die Frage offen: Was jetzt?
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