Die Sprache in 'Das Menschenfleisch' von Marcel Beyer - Kommunikation zwischen Taubstummen und Blinden
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.03.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
263 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638022026
Marcel Beyer entwirft in "Das Menschenfleisch" eine einzigartige Analyse über das Verhältnis von Sprache, Liebe und Wirklichkeit. Diese Analyse ist zu vergleichen mit Günther Eichs Versuch, durch Sprache die Wirklichkeit zu finden. Günther Eich geht davon aus, dass man nur das kennt, was man liebt. Marcel Beyer entwickelt daraus ein poetisches Geflecht, indem die Sprache zu einer Art Liebeskonzept wird. Die Sprache ist dabei ein Körper, denn eine Kommunikation zwischen Taubstummen und Blindem kann nur auf Berührungen basieren.
Die Struktur des Romans wird durch eine klar gekennzeichnete Intertextualität unverkennbar. Neben dieser Intertextualität spielt Marcel Beyer mit einer ausgeprägten Motivik, die er in seinen Kontext einbindet.
Das erste Kapitel wird sich mit dem Liebeskonzept auseinandersetzen. Zuerst wird der Idee nachgegangen innerhalb einer Partnerschaft eine neue Sprache zu konstruieren. Diese Neufindung der Sprache ist bedeutend, weil der Mensch die Sprache zur Kommunikation benötigt, jedes Wort, das in der Beziehung fällt, jedoch bereits vorkodiert ist. Die vollkommene Verbundenheit in der Beziehung besteht somit in der Abgrenzung durch eine eigene Sprache. Danach wird das Verständnis von Sprache als Körper betrachtet.
Im zweiten Kapitel wird genauer auf den unabtrennbaren Aspekt der Wirklichkeit eingegangen. Marcel Beyer spielt damit, die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu verwischen und somit den Leser zu irritieren. Dabei wird zuerst die Romanschreibung als Bewusstseinsstrom betrachtet. Dann wird verdeutlicht, wie die Eifersucht sowohl sprachlich, als auch im Bezug auf die Wirklichkeit verarbeitet wird. Bei der Analyse wird vornehmlich von der Primärquelle "Das Menschenfleisch" ausgegangen. Außerdem wird sich auf die Rede Günther Eichs vor den Kriegsblinden bezogen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice