Das Verhältnis von Gegenwart und Vergangenheit in Daniel Ganzfrieds 'Der Absender'
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.11.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
144 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638852722
In dieser besonderen Struktur liegt der Reiz des Romans. Die Lebensgeschichten von Vater und Sohn werden erzählt und in Bezug zueinander gesetzt. Durch sie werden zugleich vielfältige Beziehungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart dargestellt. Auch der heutige Umgang mit der Vergangenheit wird durchaus kritisch diskutiert. In diesem Zusammenhang stellt sich insbesondere die Frage der Authentizität von Erinnerungen. Wie sehr wird Authentizität durch Verhältnis zwischen Erinnerung, Realität und Fiktion beeinflusst?
Neben der Geschichte ist "jüdische Identität nach der Shoa" ein wichtiges Thema, das für die Literatur der 2. Generation , zu denen auch dieser Roman gezählt wird, typisch ist. Jüdische Identität wird hier sehr vielschichtig und uneinheitlich dargestellt, viele Personen, die unterschiedlichste Positionen beziehen, unterstreichen noch ihre Vielseitigkeit.
Kurz zum Aufbau dieser Arbeit: Der Schwerpunkt wird auf der Analyse der Bedeutung der Geschichte für die Gegenwart liegen und die Veränderungen, die sich durch die Beschäftigung mit ihr für den Einzelnen ergeben, thematisieren. In Kap. 2 werden die Struktur und die Erzählperspektiven des Romans kurz dargestellt und auf ihre Funktion für die Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit hin analysiert. Kap. 3 gibt einen Überblick über die Bedeutung der Authentizität. Der Zusammenhang von Authentizität und Geschichtsbild wird dargestellt und eine Definition des Begriffs Oral History gegeben. Zudem werden die Probleme im Umgang mit Oral History und Autobiographie in bezug auf Erinnerung thematisiert. In Kap. 4 wird nun der Roman in Hinblick auf das vermittelte Geschichtsbild untersucht. Dies geschieht zum einen mit Blick auf das Verhältnis von Fiktion und Realität in "Der Absender" und einer Untersuchung, wie Oral History im Roman thematisiert wird. Zum anderen werden auch die Veränderungen Georgs, die sich aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ergeben, nachgezeichnet.
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