Der expansive Todestrieb. Selbstzerstörung und Attentat unter kulturwissenschaftlicher Betrachtung
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.10.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
315 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656819134
Vorfalls veröffentlichte, war auch israelisches Militär anwesend. Dieses schritt jedoch nicht ein, als die israelischen Siedler ihre Waffen auf die palästinensischen Dorfbewohner richteten. Der Vorfall im Westjordanland ist nur einer von vielen, auf den ersten Blick sinnlos anmutenden Gewaltakten zwischen Menschen. Gewalt, Krieg und Terror gehören seit Anbeginn zur Menschheitsgeschichte. AlleZeugnisse menschlicher Gesellschaften, seien es die Sagen des klassischen Altertums, testamentarische und andere religiöse Überlieferungen, oder die Werke großer Philosophen, Skeptiker und Psychoanalytiker, zeugen von der Gewaltbereitschaft, Destruktivität und Gnadenlosigkeit des Menschen. Der als der Begründer der Psychoanalyse geltende Sigmund Freud geht sogar von einem Dualismus im
menschlichen Wesen aus, der im Menschen angelegt sei und das gleichermaßen Todes als auch Lebenstrieb beinhalte. Humanist und Philosoph Erich Fromm hingegen spricht von der gesellschaftlichen Gefahr der Entfremdung und menschlichen Gleichgültigkeit, und in dem Zusammenhang von der Pflicht und der Aufgabe des
Menschen, sich ob der Teilhabe an einer funktionierenden humanen Gesellschaft, zu einem humanen Wesen zu bilden. Dies könne nur geschehen, in dem der Mensch die eigene Entfremdung und Aggression durch Zuwendung zum Anderen überwinde. Diese Anderen, objektiv Unschuldigen sind es, die die Attentäter unserer Zeit mit in
ihren Sog aus Zerstörung ziehen. Die Öffentlichkeit, unterliegt durch eine mediengeprägte "anthropologische Fehlwahrnehmung durch das dichotome Urteilsmuster" einer "enthumanisierenden bzw. dämonisierenden [...] Alteritätswahrnehmung" in der entweder nur arabische Terroristen oder
psychopathische Amerikaner zu einem Anschlag wie dem auf das World Trade Center 2001 in der Lage sind. Um die Wahrnehmung und Rezeption solcher Ereignisse soll es in dieser Arbeit nur am Rande gehen, da sich die Komplexität des Themas ohne weiteres in einer gesonderten Arbeit entfalten könnte. (...)
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