Kultur und Pfeffersäcke. Zum Verhältnis von Diplomatie und Kunst in Hamburg am Beispiel der Oper "Boris Goudenow" von 1710
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.11.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
339 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668346208
Inwiefern die Bereiche Kunst, Politik und Diplomatie zusammenhingen und welche weiteren Faktoren im Stadtbild und deren Kulturlandschaft zur Entstehung, Konzeption und Aufführung einer Produktion beigetragen haben, soll folgende Arbeit untersuchen. Zur Verdeutlichung wird hierbei das Beispiel der Oper "Boris Goudenow" von Johann Mattheson dienen, einem Komponisten, der sich sehr mit Hamburg verbunden fühlte und bei dessen Kompositionen ebenfalls der Einfluss der Stadt, in der er lebte und arbeitete, abzulesen ist.
1710 entstanden, wurde die Oper "Boris Goudenow" aus politischen Gründen von der Aufführung zurückgenommen und erst im Jahre 2005 im Bucerius Kunstforum in Hamburg konzertant welturaufgeführt, 2007 dann im St. Pauli Theater auch szenisch. Es sind zu dem Werk zwei unterschiedliche Titel vermerkt: "Der durch Verschlagenheit erlangte Thron" in der Partitur und "Die durch Neigung glücklich Verknüpfte Ehre" im Libretto. Sowohl Musik und Text der Oper sind von Mattheson selbst verfasst und John Wich, dem damaligen englischen Gesandten der Britischen Krone, gewidmet.
Die Handlung der Oper spielt zum Ende des 16. Jahrhunderts, zur Zeit des Zaren und Großfürsten Boris Goudenow, der von 1598 - 1605 Russland regierte, Komposition und Textschreibung erfolgten also erst 100 Jahre später. Zur Erarbeitung soll zunächst ein kurzer Überblick über den historischen Kontext der Hansestadt, die Problematik zwischen den Fronten im Nordischen Krieg, das aufkommende Gesandtenwesen und den besonderen Status von Mattheson als Gesandtschaftssekretär im Englischen Dienst gegeben werden. Diese Punkte sollen darauf hinarbeiten, dass Kunst in Hamburg keinesfalls nur um ihrer selbst existierte, sondern in großem Maße der Förderung persönlicher Zwecke, Interessen und Verbindungen diente.
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