Bilanzierung von Leasinggeschäften nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung bilanzpolitischer Möglichkeiten
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.01.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
34 (Printausgabe)
Dateigröße
593 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640251995
Die Bilanzierung von Leasinggeschäften nach IFRS, geregelt in IAS 17, beinhaltet eine Klassifizierung, die über den Ansatz in der Bilanz oder eine außerbilanzielle Behandlung entscheidet. Diese Klassifizierung orientiert sich an dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Daraus folgt, dass das Geschäft bei ratenkaufähnlichen Verträgen als Finanzierungsleasing, und bei anderen, eher mietverhältnisähnlichen Verträgen, als operatives Leasing klassifiziert wird. Letzteres wird außerbilanziell behandelt. Aus der Auslegung der in IAS 17.10 und 17.11 gegebenen expliziten Kriterien, die bei der Klassifizierung helfen sollen, resultiert jedoch ein immenses Maß an bilanzpolitischen Möglichkeiten. Der Standard beinhaltet damit ein faktisches Wahlrecht zwischen der Bilanzierung als Finanzierungsleasing einerseits und operativem Leasing andererseits. Durch die vorteilhaften Bilanzierungsregeln für operative Leasingverhältnisse, welche neben der bilanzexternen Behandlung auch steuerliche Vorteile bieten, wird für die leasenden Unternehmen ein starker Anreiz gesetzt dieses Wahlrecht zu nutzen.
Die Folge ist, dass Bilanzen systematisch zu kurz ausgewiesen werden und die ausgewiesenen Verbindlichkeiten und wirtschaftlichen Ressourcen nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Dadurch werden essentielle Bilanzkennzahlen verzerrt, in besonders leasingintensiven Branchen sind sogar Rentabilitätskennzahlen wie das ROCE, die Rentabilität des investierten Kapitals, deutlich betroffen. So können mitunter negative Bonitätsbeurteilungen vermieden werden.
Für Wirtschaftsprüfer gehört es mittlerweile zum Alltag, regelmäßige Korrekturen auf Basis der Anhangangaben zu operativen Leasinggeschäften zu machen. Die erheblichen Auslegungsmöglichkeiten, die die reale Abbildung und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen beeinträchtigen, machen deutlich, dass eine Reform des Standards im Sinne eines Ausweises der tatsächlichen Verhältnisse unumgänglich ist. Tatsächlich existieren intensive Reformbestrebungen in Form einer Kooperation von IASB und FASB, die 2009 in einem schon sehr detaillierten Diskussionspapier der Öffentlichkeit nahe gelegt werden.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice