Sirenen in der Literatur der Antike und des Mittelalters
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.01.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
517 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668387881
Denkt man an die Sirenen, so assoziiert man das Bild wunderschöner Frauen, deren Unterleib in einen langen Fischschwanz übergeht und die, auf einem aus dem Meer aufragenden Felsen sitzend, die verführerischsten Gesänge anstimmen. Ein romantisches Bild, doch deckt sich diese moderne Auffassung nur wenig mit dem, was die alten Griechen vor Augen hatten, wenn sie mit dem Mythos dieser Mischwesen konfrontiert wurden.
Der Grund für diese Differenz ist jener, dass der Sirenenmythos seit seiner ersten schriftlichen Festlegung immer wieder neu erzählt worden ist, wobei zahlreiche Details, je nach Absicht des Autors, hinzugekommen sind, oder weggelassen wurden. Dieser Umstand führte unweigerlich zu der Konsequenz, dass sich sowohl die bildliche Darstellung als auch die Konnotation dieser Mischwesen im Laufe der Jahrtausende immer wieder veränderte.
Jene Veränderungen sind es, welche ich im Rahmen dieser Hausarbeit einer eingehenden Betrachtung unterziehen werde. Hierfür soll zu Beginn ein kurzer Einblick in den Sirenenmythos der griechischen Antike gegeben werden, um anschließend auf diesen aufzubauen und zu untersuchen, wie die Sirenen in der Literatur des antiken Griechenlands sowie des Mittelalters dargestellt wurden.
Bei dem Textkorpus, welcher für diese Untersuchung verwendet werden wird, handelt es sich um Homers "Odyssee" sowie um Ovids "Ars Amatoria" und "Metamorphosen", welche die Darstellung der Sirenen für die Antike repräsentieren. Nachdem ein kurzer Exkurs über den kirchlichen Einfluss auf den Sirenenmythos erfolgt ist, sollen für das Mittelalter Gottfried von Straßburgs "Tristan" sowie Konrad von Megenbergs "Buch der Natur" herangezogen werden, wobei ich für Letzteres auch immer wieder eine Verbindung zu den anderen Naturbüchern herstellen werde. Unterstützend zu dieser Untersuchung greife ich zudem auf unterschiedliche Sekundärliteratur zurück, von welcher besonders die Werke von Werner Wunderlich zu erwähnen sind, der in seinem Mythos Sirenen nicht nur einen Großteil der für die Fragestellung relevanten Quellen zusammenfasste, sondern auch einen detaillierten Einblick in den antiken Sirenenmythos lieferte, auf welchen ich nun im Folgenden eingehen werde.
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