'Lissabon, hattest du denn an Lastern so viel?' - Voltaires poetische Erdbebendarstellungen
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.01.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
153 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638895071
Viele Dichter und Denker haben sich mit dem Beben von Lissabon beschäftigt. Goethe beschreibt in Dichtung und Wahrheit seine Erinnerungen an das Jahr 1755. Kleist nahm die Szenerie der portugiesischen Stadt für seine Novelle des Erdbebens von Chili auf. Rousseau und Kant suchten in der Katastrophe Argumentationsansätze menschlicher Existenz in der Natur.
Als einer der ersten äußerte sich Voltaire öffentlich zu den Begebenheiten in Lissabon. Es ist bekannt, dass ihn die Katastrophe sehr beschäftigte, dass er in einer seiner ersten schriftlichen Äußerung anstatt seines damaligen Wohnortes Genf, Lissabon auf den Absender schrieb. Sein Gedicht La Poème sur le désastre de Lisbonne soll Gegenstand dieser Arbeit sein. Es ist von vielen Seiten untersucht, interpretiert und zitiert worden, so dass man es als ein wichtiges literarisches Zeugnis des Erdbebens von Lissabon ansehen kann.
Ein kurzer Exkurs geht auf das fünfte und sechste Kapitel in Voltaires Roman Candide oder Der Optimismus eingehen, weil er dort ebenfalls die Katastrophe von Lissabon reflektiert.
Grundsätzlich versucht die Arbeit, die poetologischen Beschreibungen des Erdbebens in den Vordergrund der Betrachtungen zu stellen. Dies ist insofern von Bedeutung, weil sowohl für den Roman als auch für das Gedicht die stilistischen Werkzeuge eher Mittel zum Zweck sind. Beide haben ihre Schwerpunkte in der Auseinandersetzung mit den philosophischen Fragestellungen ihrer Zeit, so dass der Verfasser nicht umhin kommt, auch ihnen ein besonderes Augenmerk zu widmen. Das wirkt sich auch in der Forschungsliteratur aus, die insbesondere die philoso-phischen Ansätze sowie die Theodizeefrage reflektiert.
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