§15b EStG - Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.06.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
70 (Printausgabe)
Dateigröße
300 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638734257
Die Möglichkeit der hohen Verlustzuweisung durch Steuersparmodelle wurde
in den vergangenen Jahren häufig diskutiert, da immer mehr Steuerpflichtige
versuchen, ihre Steuerbelastung durch Zeichnung von Steuerstundungsmodellen
zu reduzieren. Aus Sicht des Staates führen diese volkswirtschaftlich
fragwürdigen Steuersparmodelle zu erheblichen Steuerausfällen und zu einer
Fehlallokation des Kapitals. In einem marktwirtschaftlichen System sollen sich
Investitionsentscheidungen an wirtschaftlichen Gewinnerwartungen und nicht
an steuerlichen Verlusten orientieren. Häufig werden diese Investitionen
allerdings nur wegen des damit verbundenen steuerlichen Vorteils getätigt.
[...]
Vor dem Hintergrund der kontroversen Diskussion ist Ziel der vorliegenden
Arbeit, die historische Entwicklung und Bedeutung des
15b EStG sowie seine
Probleme zu erläutern.
Hierzu wird in Abschnitt Zwei zunächst ein Überblick über die
Einschränkungen der Verlustzuweisungsmodelle gegeben und die wichtigsten
Gesetze dazu kurz dargestellt.
Das daran anknüpfende Kapitel Drei stellt die Grundidee des
15b EStG sowie
seine Tatbestandsmerkmale und deren Bedeutung heraus. Anhand von
Anwendungsbeispielen wird verdeutlicht, welche Bedeutung diese Regelung in
der Praxis hat und wer von der Verlustverrechnungsbeschränkung betroffen ist.
Abschnitt Vier thematisiert die Bedeutung des
15b EStG für den Standort
Deutschland. Der Staat erwartet durch die Verlustverrechnungsbeschränkung
Steuermehreinahmen von bis zu 2,135 Milliarden Euro. Diese Zahl wird aber
in der Literatur stark angezweifelt. Ziel ist es daher, mögliche Gefahren der
Regelung zu erläutern und dabei zu überprüfen, ob zukünftig Investitionen in
betroffenen Branchen tatsächlich eingeschränkt werden.
Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse der Analyse des
15b EStG
auch unter Berücksichtigung öffentlicher Reaktionen auf die Verlustverrechnungsbeschränkung
zusammengefasst. Die grundsätzliche Entscheidung
für ein Gesetz zur Beschränkung der Verlustverrechnung stößt selbst
bei Vertretern von Fondsgesellschaften nicht auf Ablehnung. In der derzeitigen
Anwendung des
15b EStG wird das Gesetz jedoch als verbesserungswürdig
befunden - ja, seine Verfassungsmäßigkeit mitunter sogar angezweifelt.
[...]
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