Zwischen mimesis und innovatio - Das Selbstbild des Dichters in der Lyrik von Jan Kochanowski
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
04.07.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
524 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638073196
In Kochanowskis Interpretation des Sujets manifestiert sich sein Selbstbild als Autor. Dieses ist, wie die Ausarbeitung hoffentlich zu beweisen vermag, nicht eindeutig positioniert und nur vor dem Hintergrund der zeit-genössischen Geisteswelt und der Biografie des Dichters verständlich. Ich möchte der Frage nachgehen, welche Faktoren dazu führen, dass man in der Wissenschaft von Jan Kochanowski und Ioannes Cochanovius spricht.
Diese Untersuchung wird es nicht vermeiden können, sich zumindest teilweise der Methoden des in Kreisen von Autorschaftsforschern lange Zeit verteufelten Biografismus zu bedienen. Die Gefahren, die mit einer möglichen Betretung völligen Neulands verbunden sind, bleiben mir indes erspart. Im Falle Kochanowskis kam die Forschergemeinde schon in den 80er Jahren zu dem Ergebnis, dass das Interesse an seiner Person sehr wohl Legitimität besitzt, und dass das pauschal ausgerufene Verbot einer biografischen Betrachtung die Forschung eher behindert als unterstützt. Diese Erkenntnis mündete jedoch nicht in einem Rückfall in hemmungslosen Biografismus nach dem Muster des 19. Jahrhunderts, sondern in der Suche nach dem "implizierten Autor", dem alter ego Kochanowskis.
Ein solcher Ansatz erscheint im Hinblick auf das Werk des Meisters aus Czarnolas angemessen, sowohl was die Fülle der von ihm gestreuten autobiografischen Angaben als auch seine Janusköpfigkeit und seine Freude an der Ambivalenz von Aussagen angeht.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen zwei kurze Texte in Versform: das Lied II 24 und Fraszka III 29 . Der Vergleich beider Texte miteinander sowie mit der Darstellung des Flugmythos bei Ovid soll zwei konträre Autorkonzepte aufzeigen, zu denen sich Kochanowski bekennt.
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