Zwangsprostitution in Thailand als Form der modernen Sklaverei
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
151 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656075981
Ziel dieser Untersuchung soll es sein, zu prüfen ob eine Verwendung des Begriffs der Sklaverei im Zusammenhang mit der Zwangsprostitution in Thailand zulässig ist. Hierfür sollen die unterschiedlichen Sichtweisen von verschiedenen Akteuren empirisch geprüft werden und mit dem rechtlichen Grundlagen und den Definitionen zur Sklaverei in Bezug gebracht werden, um am Ende ein eindeutiges Votum für oder gegen den Begriff der modernen Sklaverei zu treffen.
Für eine solche Untersuchung muss als erstes geklärt werden, wie Thailand zu einer der größten Sextourismusländer aufsteigen konnte. Schon in der Ayuthaya- Zeit (1450 - 1767) galten Frauen von Gesetz wegen in allen gesellschaftlichen Schichten als Besitz der Männer. (vgl. Reschler 1991: 106f.) Es ist bekannt, dass es zu dieser Zeit nur eine geringe Anzahl von Prostituierten gab und diese sich zum Großteil wahrscheinlich in der Hauptstadt aufhielten. (vgl. Skrobanek 1983: 28f.)
Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekamen Frauen in Thailand mehr Rechte zugesprochen. So wurden eine Reihe von Gesetzen erlassen, die die Abhängigkeit der Frauen von ihren Männern minderte und ihre soziale Stellung stärkte. Als offizielles Ende der Sklaverei in Thailand gilt das Gesetz aus dem Jahr 1868, welches den Verkauf von Frauen und Kindern verbot. (vgl. Reschler 1991: 108f.)
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