Zur Soziologie der Zeitarbeitnehmerarbeit Ein Beitrag zur Arbeitsbeziehungsforschung
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.07.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
48 (Printausgabe)
Dateigröße
1462 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640380152
beigetragen, sondern sie hat die Veränderung in den Strukturen von Erwerbsarbeit
weiterhin verstärkt, es ist eine deutliche Abkehr von typischen Arbeitsverhältnissen -
auch Normalarbeitsverhältnisse genannt - hin zu so genannten atypischen
Beschäftigungsverhältnissen zu verzeichnen. "Gut ein Drittel aller Arbeit-Nehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ist atypisch beschäftigt - in
Teilzeit, Minijobs, auf befristeten Stellen oder als Leiharbeitnehmer". (Böcklerimpuls-Ausgabe 17/2007)
Als typisches Normalarbeitsverhältnis gilt bislang die unbefristete Vollzeitbeschäftigung.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen hierbei einen Arbeitsvertrag,
durch welchen der Arbeitgeber Direktionsrechte erhält und es gelten die jeweils aktuellen
arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen, wobei die Arbeitnehmer i. d. R.
ausschließlich im Betrieb oder Betriebsumfeld des Arbeitgebers eingesetzt und beschäftigt
werden. Abweichungen von diesem Modell werden als atypische Arbeitsverhältnisse
bezeichnet, hierunter fallen u. a. die so genannten Mini- und Midijobs,
befristete Arbeitsverhältnisse, Teilzeitarbeitsverhältnisse und die Zeitarbeit.
Zeitarbeit wird auch als Leiharbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Personaldienstleistung
oder Personalleasing bezeichnet. Gewerkschaften verwenden überwiegend den
Terminus Leiharbeit, Juristen und Behörden benutzen den Begriff Arbeitnehmerüberlassung,
die Branche selbst spricht von Zeitarbeit und auch im personalwirtschaftlichen
Bereich hat sich der Begriff Zeitarbeit etabliert.
Wegen seines stetigen Wachstums kann Zeitarbeit nicht länger als Randphänomen
eingestuft werden und hat sich demzufolge zu einem interessanten Forschungsgegenstand
selbstverständlich auch für die Soziologie entwickelt.
Zum Thema Zeitarbeit existiert bereits eine große Zahl von Studien. Viele dieser
Untersuchungen betrachten das Thema aus sozio-ökonomischer Perspektive, so z. B.
Projekte, die vom Institut für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) in Kooperation mit der
Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegeben wurden, u. a. von Bellmann/Kühl (2007):
"Weitere Expansion der Leiharbeit? Eine Bestandsaufnahme auf Basis des IABBetriebspanels"
(Böckler-Boxen)
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