Der Pontifikat Leos IX. und seine Bedeutung für die Kirchenreform des Hochmittelalters
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
31.01.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
181 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656363798
Dem Frevel des Volkes trat Leo entgegen und besänftigte so den Zorn unseres Gottes."
Als tugendhafter und energischer Verfechter des frommen Glaubens wird Papst Leo IX. (*1002, +1054) in seiner Vita dargestellt. In der Forschung wird er als erster großer Reformpapst anerkannt. Wie aber ist seine Amtszeit als Papst von 1049-1054 im Kon-text der Kirchenreformbewegung einzuordnen, der geistlichen Strömung, die von mo-nastischen Frömmigkeitsidealen ausgehend in einem der bedeutendsten machtpoliti-schen Ereignisse des Mittelalters mündete? Der "Investiturstreit" zwischen Kaiser Hein-rich IV. und Papst Gregor VII. erschütterte das Ordnungsgefüge und den Frieden des Reiches, weil dem weltlichen Herrscher die Sakralität und somit die Legitimation abge-sprochen wurde.
Da das Reich im Hochmittelalter ist als "ein vielfältiges und vielschichtiges Bezie-hungsnetz von Menschen und Personengruppen" anzusehen ist, ist es von Interesse, besondere Persönlichkeiten hervorzuheben und ihr Schaffen zu untersuchen. Wenn man also die frühe Reformbewegung und die Entwicklung des Papsttums bis zum Investitur-streit nachvollziehen will, ist es sinnvoll, den Pontifikat Leos IX. genauer zu untersu-chen. Welche Ziele und Maßnahmen zeichneten diesen Papst aus? Was hebt ihn von seinen Vorgängern und Nachfolgern ab? Der Fokus dieser Arbeit soll dabei in erster Linie auf den 5 Jahren seiner Amtszeit in Rom liegen.
Dies erfordert drei wesentliche Schritte. Erstens: Eine kurze Einführung in die Vor-geschichte der Reformbewegung und des Papsttums vor 1049. Den Hauptteil der Arbeit stellt der Pontifikat Leos dar. Schließlich ist die Bedeutung seiner Amtszeit in langfris-tiger Hinsicht zu beurteilen.
Dabei werden Details zu seinem Wirken als Bischof Bruno von Toul (1026-49) zwar am Rande eine erklärende Funktion haben, jedoch nicht wesentlicher Bestandteil der Arbeit sein. Ebenso werden die Auseinandersetzungen mit der byzantinischen Kirche, die kurz nach seinem Tod zum Schisma führten und die kriegerischen Auseinanderset-zungen des päpstlichen Heeres mit den Normannen unter seiner Führung kaum berück-sichtig werden können.
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