Präimplantationsdiagnostik und Menschenwürde-Eine bioethische Debatte
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Sprache:Deutsch
29,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.07.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
64 (Printausgabe)
Dateigröße
213 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656238836
Philosophen beantworten die Frage sehr unterschiedlich, wann menschliches Leben beginnt und ab wann es zu schützen ist. Für die Herangehensweise an diese Thematik habe ich das christliche Menschenbild der kirchlich-theologisch geprägten Ethik in meiner Arbeit ausgenommen und mich auf das Menschenbild in der säkularen Gesellschaft beschränkt.
Im Kapitel "Dimensionen der Menschenwürde" stelle ich ethische Bewertungen zum Lebensrecht von Embryonen vor. Die Philosophen Habermas, Spaemann und Honnefelder fragen in der medizinisch-selektiven Embryonenforschung kritisch nach dem moralischen Status der Embryonen und ihrer Menschenwürde. Dagegen sehen Peter Singer und Nida-Rümelin in den Verwerfungen, von den in der Petrischale gezeugten Embryonen, keine moralische Grenzüberschreitung.
Dieter Birnbacher hält Menschenwürde zwar nicht für abstufbar, lebende Menschen und menschliche Embryonen hätten aber einen unterschiedlichen normativen Gehalt. Birnbachers komparatives Menschenwürdebild reicht von einer Abschwächung des Würdeschutzes bis zu einem vollen Menschenwürdeschutz.
PID-Kritiker befürchten auf Grund der Aussonderung von Embryonen eine neue Art von Eugenik. Die Befürchtung, dass es im 21. Jahrhundert von Neuem zu eugenischen Zielsetzungen kommen könnte, prägte die jüngsten Diskussionen um die Etablierung der Präimplantationsdiagnostik.Die Anwendung der PID lässt Behinderungen als vermeidbar erscheinen.
Die Behindertenverbände argumentieren, dass durch die Einsetzung der PID die Akzeptanz von beeinträchtigten Menschen in der Gesellschaft abnimmt. Im Anhang dieser Masterarbeit werde ich verdeutlichen, dass Behinderte integrativer Bestandteil unserer Gesellschaft sind. Ich werde im Anhang exemplarisch die Rechte behinderter Kinder und Jugendlicher, Inklusionskonzepte, Projekte in Schulen sowie die Evaluationsinstrumente vorstellen und diskutieren.
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