Eroberer blicken auf Ureinwohner: Juan Ginés de Sepúlveda, Amerigo Vespucci und Cornelius Tacitus
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.03.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
552 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638027397
Bei Bearbeitung und Untersuchung der beiden neuzeitlichen Autoren Juan Ginés de Sepúlve-da und Amerigo Vespucci jedoch im Vergleich mit dem antiken Autor Cornelius Tacitus trat durch die markante Wortwahl bei vielen Phrasen schnell ein Wiedererkennungseffekt ein, der mich häufig dazu veranlasste, so manche Textstelle erneut auf Entsprechungen zu überprüfen. Die Berücksichtigung der Chronologie ließ vermuten, dass die bei Tacitus entstandenen Topoi - gerade da solche im Humanismus eine gesteigerte Bedeutung erfuhren - den neuzeitlichen Autoren durchaus geläufig waren. (Auch die "Germania" selbst wurde gerade im Humanismus zur wissenschaftlich-ideologischen Überlegungen analysiert. ) Es sei nur daran erinnert, dass Cortés seine an Karl V. gerichteten "Cartas de relación" inhaltlich und formal bewusst an das Vorbild von Caesars "Bellum Gallicum" anlehnte. Deshalb kann der Versuch dieses ungewöhnlichen Vergleichs gewagt werden.
Zuerst wird das taciteische Germanenbild in den Blick gerückt. Sobald Textanalyse und In-terpretation als für die Rezeption der neuzeitlichen Topik nötiges Hintergrundwissen dienen, kann eine Analyse der Fremdbilder Sepúlvedas und Vespuccis folgen. Dabei wird die text-immanente Analyse jeweils in ihren historischen Kontext gebettet. Erst zum Schluss werden die drei Autoren in einer vergleichenden Gesamtschau zusammengeführt und daraufhin untersucht, inwieweit der Blick eines Eroberers auf einen kleinsten Nenner gebracht werden kann.
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