Fürbitte als Strafe? Untersuchung von Kapitel 28 der Benediktinerregel
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.02.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
263 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638624916
Die vorliegende Untersuchung fragt nach den kirchen- und theologiegeschichtlichen Hintergründen dieser Wendung. Das theologische Interesse liegt dabei auf den beiden Fragen, warum der zu Bessernde erst Züchtigungen über sich ergehen lassen muss, wenn Gebet doch besser wirkt, und warum es bei Gottes Allmacht nach Benedicts Ansicht offenbar dennoch möglich ist, dass das Gebet nichts nützt.
Die Arbeit kommt zu dem Zwischenergebnis, dass erst Klosterregeln im 6. Jahrhundert das Gebet im Zusammenhang mit Sanktionen erwähnen, die Verantwortung für die Besserung oder den Ausschluss in den älteren Regeln des 4. Jahrhunderts noch ganz beim Menschen liegt. Sie kommt zu dem Schlluss, dass die Problematik des Verhältnisses von göttlichem und menschlichem Handeln im 6. Jahrhundert bereits deutlicher bewusst war.
Dieses Thema wurde im 5. Jahrhundert im größeren Rahmen im pelagianischen Streit verhandelt. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Positionen dieses Streits und ihre Anwendung auf das Klosterleben erlauben es, die These zu wagen: Benedict hat wahrscheinlich unbewusst die augustinische Prädestinationslehre auf den Mikrokosmos des Klosters übertragen. Wichtiger als dogmatische Schlüssigkeit war ihm jedoch, bei einer praktikablen Ordnung des Klosterlebens gleichzeitig dem Verdacht des Pelagianismus zu entgehen. Das ist ihm mit Kap. 28. der Regula Benedicti gelungen.
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