Verweist Friedrich Hölderlins "Hyperion oder der Eremit in Griechenland" auf Wolfgang Goethes "Die Leiden des jungen Werther"?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.04.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
35 (Printausgabe)
Dateigröße
214 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638633871
"Direkte Vorbilder für seinen Roman nennt Hölderlin nicht; neben J. J. Rousseaus Die neue Heloise (1761-1764) und W. Heinses Ardhingello (1787) übte J. W. Goethes Die Leiden des jungen Werther (1774) einigen Einfluss aus."
Innerhalb dieser Arbeit möchte ich nun untersuchen, ob es stichhaltige Belege dafür gibt, dass Hölderlins Briefroman nicht nur, wie in dem oben erwähnten Zitat nahe gelegt wird, von Johann Wolfgang Goethes "Werther" inspiriert oder beeinflusst worden ist, sondern dass Hölderlins Roman "Hyperion oder der Eremit in Griechenland" intertextuell auf den Prätext "Die Leiden des jungen Werther" verweist. In diesem Sinne beschränkt sich der hier im Mittelpunkt stehende intertextuelle Bezugshorizont ausschließlich auf das Werk "Die Leiden des jungen Werther", womit jedoch nicht suggeriert werden soll, dass es keine weiteren Prätexte, d. h. keine anderen literarischen Texte gibt, auf die Friedrich Hölderlins Roman verweist.
Bevor ich mich jedoch dieser Aufgabe widme, werde ich im ersten Teil die für dieTextanalyse notwendigen theoretischen Voraussetzungen einführen. Ich werde also zunächst den Begriff der Intertextualität erläutern und anschließend eine auf Peter Stocker basierende Intertextualitätstheorie skizzieren. Im zweiten Teil werde ich beide Texte eingehend miteinander vergleichen. Hierbei werde ich so vorgehen, dass ich nach Gemeinsamkeiten Ausschau halte, die einen intertextuellen Verweis "Hyperions" auf den Prätext "Werther" nahe legen. In diesem Sinne werde ich mich zunächst mit der Sprache und der literarischen Form und danach mit dem Inhalt beider Romane beschäftigen. Anschließend werde ich überprüfen, ob es sich bei diesen Gemeinsamkeiten in der Tat um spezifische Intertextualitätsformen handelt, vermittels derer Hölderlins Roman auf den Prätext "Die Leiden des jungen Werther" verweist. Zum Schluss werde ich, unter der Voraussetzung, dass in der Tat ein solcher intertextueller Verweis vorliegt, überprüfen, ob sich ein plausibles Intertextualitätsmodell für Hölderlins "Hyperion" erstellen lässt und wenn ja, welche Funktion(en) solch ein intertextueller Verweis haben könnte.
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