Unabhängigkeit der Universität vom Staat. Eine Analyse mit Rückblick auf Friedrich Schleiermachers 'Gelegentliche Gedanken über Universitäten in deuts
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.04.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
620 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668431409
Im ersten Teil der Arbeit wird das Bild der Universität laut Schleiermacher erläutert und zusammengefasst. Der sich daraus ableitende Zweck der Wissenschaft und ihre Beziehung zum Staat werden im zweiten und dritten Teil der Arbeit ausführlich und tiefgründig dargestellt. Im vierten Teil wird auf die Frage der Selbstorganisation der Universitäten und ihre Freiheitsanspruch eingegangen. Der fünfte und sechste Teil schildert die Finanzierungsmöglichkeiten der Universitäten als Wege für ihre Unabhängigkeit und darauf bezogene staatliche Restriktionen. In der Schlussfolgerung wird versucht, das gesamte Bild dieser Verhältnisse aus der Sicht Schleiermachers und der heutigen Perspektive darzustellen.
In seinem Werk "Gelegentliche Gedanken über Universitäten in deutschem Sinn" aus dem Jahr 1808 geht Schleiermacher schon im ersten Teil auf das Verhältnis zwischen Staat und wissenschaftlichem Verein an. Durch die sechs Kapitel hindurch lassen sich seine Bildungsideen zur Reformierung der deutschen Universitäten deutlich herausbilden, die bei der Gründung der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin (heute Humboldt-Universität) ihre Anwendung fanden.
Das Problemfeld der Verhältnisse zwischen dem Staat und der Universität liegt der Entstehung der Universitäten zugrunde. Seit der Gründung der Bologna-Universität im 11. Jahrhundert stieg die Wichtigkeit des Vorhandenseins von Bildungsanstalten in Europa. Sie entwickelten sich aus den ersten Kirchschulen und -seminaren hin zu Prestige- und Privatvereinen der Landsfürsten, später mit Aufkommen der Bürokratie zu Staatslehranstalten. Ihre Struktur, Ordnung, soziale und staatliche Bedeutung änderte sich von Zeit zu Zeit. Aber jahrhundertelang bis zur heutigen Zeit griffen europäische Staaten in die Organisation und Lehre der Universitäten mit derhilfe von Überwachungsmechanismen und Reglementierungen ein: "Der Dienstherr der Universitäten, der moderne Nationalstaat, war, wenn er sich noch aufgeklärt gab, als absolutistisches Herrschaftssystem an einer um ihrer selbst willen gepflegten Wissenschaft kaum interessiert".
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