• Kurzer Abstecher
  • Kurzer Abstecher

Kurzer Abstecher

Roman

Buch (Taschenbuch)

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Kurzer Abstecher

Ebenfalls verfügbar als:

Taschenbuch

Taschenbuch

ab 18,00 €
eBook

eBook

ab 13,99 €

Beschreibung


Alte Messer schneiden gut

Jim Francis hat endlich seinen Frieden gefunden. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Töchtern führt er ein beschauliches Leben unter der Sonne Kaliforniens. Nichts mehr deutet darauf hin, dass er einst ein berüchtigter Straftäter war. Doch dann wird sein Sohn aus erster Ehe ermordet. Um der Beerdigung beizuwohnen, reist Jim noch einmal in die Stadt, die er nie wieder betreten wollte. Und auf Edinburghs Straßen flüstern die Leute: Franco Begbie ist zurück ...

»Es ist ein großartiges Buch, ein atemberaubender Thriller.« ("Frankfurter Rundschau")
»Ein großartiger Roman mit den Welsh-typischen stilistischen Mitteln, schottischem Dialekt und dem Ignorieren traditioneller orthografischer Gesetze – von Stephan Glietsch vorbildlich übersetzt.« ("MDR Kultur")
»Ein mörderischer Spaß.« ("APA")
»Ein Thriller von der Machart, in der Tarantino Western oder Kriegsfilme dreht: Große Themen verpackt in Genrestoff.« ("Alan Bett, Skinny")
»Die Unnachgiebigkeit, mit der der Protagonist immer tiefer ins Dunkel gezogen wird, erinnert an James Ellroy.« ("Hannah McGill, Scotsman")
»Kurz, klug, knackig« ("The Telegraph")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2017

Verlag

Heyne

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,6/13,6/3,1 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2017

Verlag

Heyne

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,6/13,6/3,1 cm

Gewicht

386 g

Originaltitel

The Blade Artist

Übersetzer

Stephan Glietsch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27118-0

Das meinen unsere Kund*innen

5.0

2 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(2)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Eine schottische Milieustudie, verpackt in eine absolut spannende Gangster-Story.

Pink Anemone aus Wien am 17.09.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jim Francis hat endlich seinen Frieden gefunden. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Töchtern führt er ein beschauliches Leben unter der Sonne Kaliforniens. Nichts mehr deutet darauf hin, dass er einst ein berüchtigter Straftäter war. Doch dann wird sein Sohn aus erster Ehe ermordet. Um der Beerdigung beizuwohnen, reist Jim noch einmal in die Stadt, die er nie wieder betreten wollte. Und auf Edinburghs Straßen flüstern die Leute: Franco Begbie ist zurück ...(Klappentext) "Wenn der Zorn ihn übermannt, kann er sein früheres Selbst noch spüren. Doch in Kalifornien gibt es bei seiner Lebensführung nur wenig, was ihn so in Rage zu bringen vermag, dass er diesen Punkt erreicht. Allerdings liegt zwischen ihm und Kalifornien augenblicklich ein ganzer Ozean." (S. 113) Wer "Trainspotting" kennt, kennt auch Begbie, wer "Trainspotting" nicht kennt, wird ihn kennenlernen. Diesen Roman kann man also ohne weiteres ohne Vorkenntnisse lesen. Begbie, bzw. Jim Francis, hat sich vom Gangsterleben völlig zurückgezogen und hat sich im sonnigen Kalifornien ein normales Leben aufgebaut - eine hübsche Frau, zwei entzückende Töchter, Haus am Meer und er ist nun ein gefragter Künstler. Doch einmal Gangster, immer Gangster? Das man ihm nicht blöd zu kommen braucht und er mit allen Wassern gewaschen ist, wird schon auf den ersten Seiten klar. Wenn es dabei auch noch um seine Familie geht, kennt er nichts und fährt schon mal schärfere Geschütze auf. Als er erfährt, dass sein Sohn tot ist und er dazu erstmal nichts näheres erfährt, ist für ihn klar, dass er wieder in das verhasste Edinburgh zurück muss. Er will nicht nur die Beerdigung besuchen, sondern erfahren was genau vorgefallen ist. Er bemüht sich nicht in alte Gangstergewohnheiten zu verfallen und die Kontrolle über seine Aggressionen und Emotionen zu behalten, versucht sich wirklich dort in nichts hineinziehen zu lassen. Doch kaum in Edinburgh scheint sich diese dunkle Atmosphäre wieder in ihm einzunisten und er wird immer mehr zu dem Mann, der er früher war - zu Begbie. Und wir, die Begbie kennen, wissen was das bedeutet, denn - einmal Gangster, immer Gangster...oder? Welsh hat eine ganz eigene Dialogführung, was anfangs eventuell etwas gewöhnungsbedürftig sein mag, an die man sich jedoch sehr rasch gewöhnt. "-Ich habe doch was angestellt, gesteht er und beobachtet, wie ihre Gesichtszüge entgleiten. -Nicht mit den beiden Kerlen. Aber mit ihrem Auto." (S. 16) Diesem Stil ist er treu geblieben, ansonsten merkt man, dass "Kurzer Abstecher" ein späteres Werk von Welsh ist. Dieser Roman ist zwar durchaus mit blutigen und gewalttätigen Szenen gespickt und auch die vulgäre und derbe Sprache, welche das Milieu der Edinburgher Gangsterszene hervorragend einfängt, ist vorhanden, trotzdem ist es einer der ruhigeren und vor allem tiefsinnigeren Romane von Welsh. Das große Thema hier ist, ob man immer das bleibt was man ist und was die Umgebung aus einem gemacht hat, oder ob man sich grundlegend ändern und zu einem völlig anderen Menschen werden kann. Kann man die Einflüsse, welche einem als Kind prägten und einem zu dem gemacht hat was man ist völlig vergessen und verdrängen, oder...einmal Gangster, immer Gangster? Die Story wird zwischendurch immer wieder durch Rückblenden in die Kindheit von Begbie unterbrochen. So erfährt man wie er zu dem Menschen wurde, der er jetzt ist. Im Grunde konnte aus ihm überhaupt nichts anderes als ein Gangster werden. Schon früh lernte er die Sprache der Straße und der Gewalt kennen, waren doch alle männlichen Familienmitglieder der Begbies schottische Kleinmafiosi. Dadurch erhält man Einblick auf die prägenden Einflüsse Begbies, seine oft falschen Entscheidungen und auch in seinen Charakter. Dadurch erhält diese Thematik ungewöhnlich Tiefe. Nur wenige Autoren schaffen es Tiefsinnigkeit in einen fesselnden Roman voll derber Sprüche und blutiger Gewalt zu packen, doch Irvine Welsh ist einer von ihnen. Ein Grund, weshalb er zu einem meiner Lieblingsautoren gehört. "Die meisten von ihnen haben eine gewisse Ahnung davon, dass die klügsten Menschen diejenigen sind, die sich selbst als ewige Schüler begreifen, die niemals damit aufhören zu lernen und sich angesichts der ständig wechselnden Möglichkeiten und Bedrohungen des Lebens immer wieder neu ausrichten." (S. 101) Fazit: Steht Irvine Welsh drauf, ist Irvine Welsh drin und somit war ich auch von diesem Roman restlos begeistert, wenn er auch etwas "ruhiger" ist als "Trainspotting", "Porno" und vor allem als "Drecksau". Für all diejenigen, welche mal etwas neues bezüglich Genre probieren wollen und vor Gewalt und derben Sprüchen nicht zurückschrecken, kann ich Irvine Welsh sehr empfehlen.

Eine schottische Milieustudie, verpackt in eine absolut spannende Gangster-Story.

Pink Anemone aus Wien am 17.09.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jim Francis hat endlich seinen Frieden gefunden. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Töchtern führt er ein beschauliches Leben unter der Sonne Kaliforniens. Nichts mehr deutet darauf hin, dass er einst ein berüchtigter Straftäter war. Doch dann wird sein Sohn aus erster Ehe ermordet. Um der Beerdigung beizuwohnen, reist Jim noch einmal in die Stadt, die er nie wieder betreten wollte. Und auf Edinburghs Straßen flüstern die Leute: Franco Begbie ist zurück ...(Klappentext) "Wenn der Zorn ihn übermannt, kann er sein früheres Selbst noch spüren. Doch in Kalifornien gibt es bei seiner Lebensführung nur wenig, was ihn so in Rage zu bringen vermag, dass er diesen Punkt erreicht. Allerdings liegt zwischen ihm und Kalifornien augenblicklich ein ganzer Ozean." (S. 113) Wer "Trainspotting" kennt, kennt auch Begbie, wer "Trainspotting" nicht kennt, wird ihn kennenlernen. Diesen Roman kann man also ohne weiteres ohne Vorkenntnisse lesen. Begbie, bzw. Jim Francis, hat sich vom Gangsterleben völlig zurückgezogen und hat sich im sonnigen Kalifornien ein normales Leben aufgebaut - eine hübsche Frau, zwei entzückende Töchter, Haus am Meer und er ist nun ein gefragter Künstler. Doch einmal Gangster, immer Gangster? Das man ihm nicht blöd zu kommen braucht und er mit allen Wassern gewaschen ist, wird schon auf den ersten Seiten klar. Wenn es dabei auch noch um seine Familie geht, kennt er nichts und fährt schon mal schärfere Geschütze auf. Als er erfährt, dass sein Sohn tot ist und er dazu erstmal nichts näheres erfährt, ist für ihn klar, dass er wieder in das verhasste Edinburgh zurück muss. Er will nicht nur die Beerdigung besuchen, sondern erfahren was genau vorgefallen ist. Er bemüht sich nicht in alte Gangstergewohnheiten zu verfallen und die Kontrolle über seine Aggressionen und Emotionen zu behalten, versucht sich wirklich dort in nichts hineinziehen zu lassen. Doch kaum in Edinburgh scheint sich diese dunkle Atmosphäre wieder in ihm einzunisten und er wird immer mehr zu dem Mann, der er früher war - zu Begbie. Und wir, die Begbie kennen, wissen was das bedeutet, denn - einmal Gangster, immer Gangster...oder? Welsh hat eine ganz eigene Dialogführung, was anfangs eventuell etwas gewöhnungsbedürftig sein mag, an die man sich jedoch sehr rasch gewöhnt. "-Ich habe doch was angestellt, gesteht er und beobachtet, wie ihre Gesichtszüge entgleiten. -Nicht mit den beiden Kerlen. Aber mit ihrem Auto." (S. 16) Diesem Stil ist er treu geblieben, ansonsten merkt man, dass "Kurzer Abstecher" ein späteres Werk von Welsh ist. Dieser Roman ist zwar durchaus mit blutigen und gewalttätigen Szenen gespickt und auch die vulgäre und derbe Sprache, welche das Milieu der Edinburgher Gangsterszene hervorragend einfängt, ist vorhanden, trotzdem ist es einer der ruhigeren und vor allem tiefsinnigeren Romane von Welsh. Das große Thema hier ist, ob man immer das bleibt was man ist und was die Umgebung aus einem gemacht hat, oder ob man sich grundlegend ändern und zu einem völlig anderen Menschen werden kann. Kann man die Einflüsse, welche einem als Kind prägten und einem zu dem gemacht hat was man ist völlig vergessen und verdrängen, oder...einmal Gangster, immer Gangster? Die Story wird zwischendurch immer wieder durch Rückblenden in die Kindheit von Begbie unterbrochen. So erfährt man wie er zu dem Menschen wurde, der er jetzt ist. Im Grunde konnte aus ihm überhaupt nichts anderes als ein Gangster werden. Schon früh lernte er die Sprache der Straße und der Gewalt kennen, waren doch alle männlichen Familienmitglieder der Begbies schottische Kleinmafiosi. Dadurch erhält man Einblick auf die prägenden Einflüsse Begbies, seine oft falschen Entscheidungen und auch in seinen Charakter. Dadurch erhält diese Thematik ungewöhnlich Tiefe. Nur wenige Autoren schaffen es Tiefsinnigkeit in einen fesselnden Roman voll derber Sprüche und blutiger Gewalt zu packen, doch Irvine Welsh ist einer von ihnen. Ein Grund, weshalb er zu einem meiner Lieblingsautoren gehört. "Die meisten von ihnen haben eine gewisse Ahnung davon, dass die klügsten Menschen diejenigen sind, die sich selbst als ewige Schüler begreifen, die niemals damit aufhören zu lernen und sich angesichts der ständig wechselnden Möglichkeiten und Bedrohungen des Lebens immer wieder neu ausrichten." (S. 101) Fazit: Steht Irvine Welsh drauf, ist Irvine Welsh drin und somit war ich auch von diesem Roman restlos begeistert, wenn er auch etwas "ruhiger" ist als "Trainspotting", "Porno" und vor allem als "Drecksau". Für all diejenigen, welche mal etwas neues bezüglich Genre probieren wollen und vor Gewalt und derben Sprüchen nicht zurückschrecken, kann ich Irvine Welsh sehr empfehlen.

THE BLADE ARTIST - Franco Begbie als Anti-Held von Irvine Welshs erneuter Rückkehr auf die dunklen Straßen Edinburghs

j.h. aus Berlin am 15.09.2017

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jim Francis lebt als erfolgreicher Künstler unter der Sonne Kaliforniens - mit liebender Frau und zwei kleinen Töchtern. Seine Plastiken sind etwas sehr Spezielles, denn sie huldigen der Kunst der Destruktion und damit Jim Francis wahrer Leidenschaft. Eines Tages erhält er einen unerwarteten Anruf aus Edinburgh, der ihn über die Ermordung seines erstgeborenen Sohnes Sean informiert. Damit erwacht auch Francis eigentliche Identität wieder zum Leben: Franco Begbie, der notorische Gewalttäter. Trotzdem er zu Sean seit langem keinen Kontakt hatte und Edinburgh eigentlich auf ewig hinter sich lassen wollte, reist Franco umgehend zur Beerdigung und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Immer wieder wird er mit der eigenen dunklen Vergangenheit konfrontiert. Die Gewalt, der Jim Francis eigentlich abgeschworen hatte, scheint in Franco Begbie noch lebendig zu sein ... Irvine Welsh (*1958), seit längerer Zeit in Chicago lebend, kehrt nach A DECENT RIDE (Ein ordentlicher Ritt, 2015) erneut in die Straßen von Edinburghs Stadtteil Leith zurück, in denen bereits sein Debütroman TRAINSPOTTING (1993) angesiedelt war. Hier spielt nun erstmals der als schillernde Randfigur seit TRAINSPOTTING bekannte Franco Begbie die Hauptrolle und wird auch in Rückblenden umfassender als bisher beleuchtet. Neben dem Taxifahrer Juice Terry und Begbies Exfrau June tauchen auch weitere alte Bekannte in ganz anderer Sichtweise auf. Wie immer ist Irvine Welshs Stil schonungslos direkt - und die Sprache von schöngeistigen Einflüssen weit entfernt. Die Personen sprechen ohne falsche Kompromisse im Slang der Vorstädte. Die zunächst relativ ruhig beginnende Geschichte wird nahezu vollständig aus der Sicht Franco Begbies erzählt und mündet in ein wahrhaft apokalyptisches Finale, nach dem der Leser den Guns-N'-Roses Titel "Chinese Democracy" definitiv mit anderen Ohren hören wird. Die Grenzen des guten Geschmacks werden von Welsh erneut recht heftig ausgetestet und unterschritten. Der HEYNE-VERLAG veröffentlichte den 2016 erschienenen Roman in hervorragender Übersetzung von Stephan Glietsch unter dem Titel KURZER ABSTECHER in der HARDCORE-Reihe, die ihrem Namen damit wohl in jeder Hinsicht gerecht wird. Für Fans von Irvine Welsh uneingeschränkt empfehlenswert. Zart besaitete Leser sollten das Buch besser meiden. Die Kenntnis wenigstens von TRAINSPOTTING ist für das Verständnis in jedem Falle hilfreich.

THE BLADE ARTIST - Franco Begbie als Anti-Held von Irvine Welshs erneuter Rückkehr auf die dunklen Straßen Edinburghs

j.h. aus Berlin am 15.09.2017
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jim Francis lebt als erfolgreicher Künstler unter der Sonne Kaliforniens - mit liebender Frau und zwei kleinen Töchtern. Seine Plastiken sind etwas sehr Spezielles, denn sie huldigen der Kunst der Destruktion und damit Jim Francis wahrer Leidenschaft. Eines Tages erhält er einen unerwarteten Anruf aus Edinburgh, der ihn über die Ermordung seines erstgeborenen Sohnes Sean informiert. Damit erwacht auch Francis eigentliche Identität wieder zum Leben: Franco Begbie, der notorische Gewalttäter. Trotzdem er zu Sean seit langem keinen Kontakt hatte und Edinburgh eigentlich auf ewig hinter sich lassen wollte, reist Franco umgehend zur Beerdigung und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Immer wieder wird er mit der eigenen dunklen Vergangenheit konfrontiert. Die Gewalt, der Jim Francis eigentlich abgeschworen hatte, scheint in Franco Begbie noch lebendig zu sein ... Irvine Welsh (*1958), seit längerer Zeit in Chicago lebend, kehrt nach A DECENT RIDE (Ein ordentlicher Ritt, 2015) erneut in die Straßen von Edinburghs Stadtteil Leith zurück, in denen bereits sein Debütroman TRAINSPOTTING (1993) angesiedelt war. Hier spielt nun erstmals der als schillernde Randfigur seit TRAINSPOTTING bekannte Franco Begbie die Hauptrolle und wird auch in Rückblenden umfassender als bisher beleuchtet. Neben dem Taxifahrer Juice Terry und Begbies Exfrau June tauchen auch weitere alte Bekannte in ganz anderer Sichtweise auf. Wie immer ist Irvine Welshs Stil schonungslos direkt - und die Sprache von schöngeistigen Einflüssen weit entfernt. Die Personen sprechen ohne falsche Kompromisse im Slang der Vorstädte. Die zunächst relativ ruhig beginnende Geschichte wird nahezu vollständig aus der Sicht Franco Begbies erzählt und mündet in ein wahrhaft apokalyptisches Finale, nach dem der Leser den Guns-N'-Roses Titel "Chinese Democracy" definitiv mit anderen Ohren hören wird. Die Grenzen des guten Geschmacks werden von Welsh erneut recht heftig ausgetestet und unterschritten. Der HEYNE-VERLAG veröffentlichte den 2016 erschienenen Roman in hervorragender Übersetzung von Stephan Glietsch unter dem Titel KURZER ABSTECHER in der HARDCORE-Reihe, die ihrem Namen damit wohl in jeder Hinsicht gerecht wird. Für Fans von Irvine Welsh uneingeschränkt empfehlenswert. Zart besaitete Leser sollten das Buch besser meiden. Die Kenntnis wenigstens von TRAINSPOTTING ist für das Verständnis in jedem Falle hilfreich.

Unsere Kund*innen meinen

Kurzer Abstecher

von Irvine Welsh

5.0

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von R. Braun

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

R. Braun

Thalia Mannheim - Am Paradeplatz

Zum Portrait

2/5

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zu viel Blut, zu viel Nabelschau, zu wenig kritische Blicke auf die gesellschaftspolitischen Zustände, zu wenig bissige Kommentare. Scheint, als wäre die Geschichte auserzählt.
2/5

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zu viel Blut, zu viel Nabelschau, zu wenig kritische Blicke auf die gesellschaftspolitischen Zustände, zu wenig bissige Kommentare. Scheint, als wäre die Geschichte auserzählt.

R. Braun
  • R. Braun
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Kurzer Abstecher

von Irvine Welsh

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Kurzer Abstecher
  • Kurzer Abstecher