New York, einhundert Jahre später. Der Meeresspiegel ist angestiegen, und die Straßen des Big Apple haben sich in Kanäle verwandelt und aus den einstigen Wolkenkratzern sind hoch aufragende Inseln geworden. Aber noch hat New York sich nicht aufgegeben. In einem Haus treffen so unterschiedliche wie ergreifende Schicksale aufeinander – Schicksale, die von der Zukunft nach dem Ökokollaps erzählen. Da ist zum Beispiel ein nimmermüder Detektiv, und da ist das Internet-Sternchen. Auf dem Dach leben die Coder. Ihr Verschwinden setzt schließlich eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben aller New Yorker für immer beeinflussen werden.
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Da sie dem Klimawandel keine besondere Beachtung schenken, sind die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Welche Konsequenzen die kontinuierliche Erderwärmung auch für die Vereinigten Staaten haben könnte, scheint in Washington offenbar niemand auf dem Schirm zu haben. Zumindest genießt dieser Fakt keine besondere Priorität. Klima ist Nebensache, im Mittelpunkt des Interesses stehen ausschließlich monetäre Interessen. Soweit die Realität. Kommen wir zur Fiktion. In seinem Science-Fiction Roman „New York 2140“ führt uns der amerikanische Autor Kim Stanley Robinson vor Augen, was passieren könnte, wenn der Meeresspiegel unkontrolliert ansteigt. New York, wie wir es kennen, liegt zum großen Teil unter Wasser. Zwei große Flutwellen haben dafür gesorgt, dass sich das Leben in der Metropole drastisch verändert hat, ein „Supervenedig“ ist entstanden, in dem die Bewohner ihren Alltag an die geänderten Bedingungen anpassen müssen. Fortbewegung ist nur noch per Boot möglich, die Lebensräume konzentrieren sich auf Wolkenkratzer, die noch nicht komplett überspült wurden. Das tägliche Leben wird weitestgehend genossenschaftlich organisiert, die Versorgung mit Lebensmitteln erfolgt über den Anbau auf den Dachterrassen. Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet und verzehrt, es gibt mehr Miteinander als vor der Flut. Dennoch, die Welt ist zwar neu, aber nicht uneingeschränkt schöner. Es gibt noch immer Menschen, die unterhalb der Wasserlinie leben und für ihren Unterhalt in den toxischen Gewässern sorgen müssen. „Wasserratten“, obdachlose Kinder, die zum Überleben auf das Wohlwollen ihrer Mitmenschen angewiesen sind. Und langsam aber sicher kriechen auch die Spekulanten wieder aus ihren Löchern. Wie Franklin, aalglatter Investmentbanker, der sich über persönliche Beziehungen Informationen über bevorstehende Gentrifizierungen innerhalb der Metropole verschafft. Er ist ein Bewohner des Met Life Tower, auf den Robinson sein besonderes Augenmerk richtet. Der Autor lässt wechselweise insgesamt acht Personen zu Wort kommen: Mutt und Jeff, Programmierer ohne festen Wohnsitz, die spurlos verschwinden. Gen, eine Inspektorin beim NYPD, die mit den Ermittlungen zu diesem Fall betraut wird. Franklin, der bereits erwähnte Banker mit dem besonderen Interesse an Immobilienpreisen in den überfluteten Gebieten. Stefan und Roberto, zwei Jungs ohne Familie, die einen Schatz in der Bronx heben wollen. Amelia, die Videobloggerin, mit ihren Reportagen aus einem Zeppelin die Menschen für Umweltthemen sensibilisieren möchte. Charlotte, Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt Einwanderer und im Verwaltungsrat des Met Life Tower vertreten. Vlad, Hausmeister, der sich im Tower um die anfallenden Arbeiten kümmert. Und schließlich der „Bürger“ mit seinen Kommentaren zur Historie von New York sowie der Gegenwart. Es ist eine kritische und äußerst spannende Zukunftsvision, die Robinson in „New York 2140“ entwirft, denn die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten sorgen für eine immense Themenvielfalt, aus der sich im Laufe der Lektüre immer stärker die Zusammenhänge bzw. Einflüsse zwischen Wirtschaftslage und Klimaveränderung herauskristallisieren. Lesen!
Zsadista
5/5
11.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Rezension zu "New York 2140"
Der Meeresspiegel hat sich weltweit gehoben. Fast alles steht unter Wasser. Gerade in den Städten haben sich autarke Komplexe gebildet. Hochhäuser die in sich abgeschlossene kleine Städte bilden.
In solch einem Komplex arbeitet Vlade als Hausmeister. Bei einem Rundgang entdeckt Vlade, dass die Versiegelung gegen das ständige Wasser beschädigt ist. Und das wurde auch noch durch Absicht herbeigeführt.
Hat es etwa damit zu tun, dass ein horrendes Kaufangebot auf das Gebäude abgegeben wurde? Doch zu welchem Zweck sollte dann Wasser in den Komplex laufen?
Doch wer blickt schon wirklich hinter die Geldgier der einzelnen Menschen und was sie tun um an noch mehr Geld zu kommen.
„New York 2140“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autors Kim Stanley Robinson.
Das Cover hat mich gleich in den Bann gezogen. Die Stadt im Wasser hat für mich eine erschreckende Anziehungskraft. Trotzdem finde ich das Bild wunderschön.
Die Story selbst ist sehr interessant gestaltet. Der Autor hat eine große Fantasie, was die Fortbewegungsmittel und Lebensarten für dieses Buch betrifft. Es war immer wieder spannend zu lesen, was sich der Autor noch hat einfallen lassen.
Auch die verschiedenen Handlungsstränge fand ich sehr gut gewoben und alle ergaben am Ende dann auch ein passendes Ende.
Bei einem Buch mit 810 Seiten brauchte ich schon meine Zeit, um es durchzulesen. Selbst bei einem so guten Buch, kann ich nur eine bestimmte Zeit am Tag lesen. So hatte ich dann recht lange an dem Buch und fand es trotzdem klasse.
Es war auch für mich wieder einmal eine etwas neue Story, der ich mit Spannung gefolgt bin. Im Grunde ist es zwar die typische menschliche Geschichte aus Geld- und Machtgier. Trotzdem kann ich das Buch wirklich weiter empfehlen. Mir hat es richtig gut gefallen.
Bewertung
4/5
23.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein SiFi-Krimi im futuristischen...
Ein SiFi-Krimi im futuristischen New York. Selbst der Klimawandel kann die Schurken dieser Welt nicht aufhalten. Spannende Ermittlungen, in einer Welt, die wahnsinnig real ist..
Bewertung
1/5
25.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Abgebrochen, viel zu langatmig
Nur kurz: Ich habe das Buch bei circa Seite 170 abgebrochen weil es einfach super langatmig und teilweise undurchdringlich war und viel zu viele unnötige Beschreibungen hatte welche einen total vom Wesentlichen ablenken (es gab ein Kapitel, welches nur ein Gebäude beschrieben hat). Nach 170 Seiten kam immer noch keine klare Story zustande und die Lust war auch relativ schnell vergangen. Den Schreibstil finde ich fürchterlich und alles andere als fesselnd. Keine Ahnung wie die Geschichte ausgeht, die Seiten zu lesen machen für mich keinen Sinn.
0,5 von 5 Sternen!
Bewertung
4/5
03.02.2019
eBook (ePUB)
15m plus
2140 ist der Meeresspiegel um 15m angestiegen und hat New York in ein neues Venedig verwandelt.
Aber auch hier gibt es immer noch die bekannten Problem: Spekulanten, die aus den versinkenden Wolkenkratzern Profit schlagen möchten, Cloud-Stars, die Online über ihre Tierrettungsaktionen berichten, Wirtschaftskriminalität, die zwei jungen Nerds fast zum Verhängnis wird...
Eine bunte Mischung tummelt sich in diesem Buch, das leider erst langsam in Fahrt kommt. Trotzdem ist es spannend, realitätsnah und unaufgeregt unterhaltsam.
Mir hat es gefallen.
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5/5
17.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Was muss passieren, dass die Menschheit...
Was muss passieren, dass die Menschheit sich ändert? Hochaktueller und komplexer Kommentar zu unserer Gesellschaft und unserem Wirtschaftssystem. Ein ganz großes Buch!
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3/5
04.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Wie wird unsere Welt aussehen,...
Wie wird unsere Welt aussehen, nachdem die Polkappen geschmolzen sind? Antwort gibt dieser Scifi-Roman am Beispiel New York. Sehr detailverliebt, man braucht einen langen Atem.
Vielschichtig uns spannend. Krimi, Dystopie, Lösungsideen für eine gutes miteinander von Menschen. Robinson schreibt für mich wieder mal ein Buch am Puls der Zeit - auch wenn es in der Zukunft spielt. Überreichtum, eine abgehobene Finanzwirtschaft, Klimakatastrophe. Was tun?
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