Theatralität, Fiktionalität und Ritualität. Eine Strukturanalyse literaturfundierter ritueller Handlungen am Beispiel "Heldenplatz" von Thomas Bernhar
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
20.04.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
45 (Printausgabe)
Dateigröße
496 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668435056
Das 100-jährige Jubiläum des Wiener Burgtheaters, dem österreichischen Nationaltheater, fiel in das Gedenkjahr 1938/1988. Zwei, das Publikum polarisierende, sich in der Provokation kongenial ergänzende, Kunstschaffende - der Autor Thomas Bernhard und der Regisseur und Burgtheaterdirektor Claus Peymann - nutzten diesen historischen Moment und lösten nicht nur einen österreichischen Medienskandal aus, sondern regten mit einem Theaterstück einen gesellschaftlichen Diskurs über die NS-Zeit, die österreichische Mittäterschaft und den österreichischen Opfermythos an. Aus heutiger Sicht stellte dieser Skandal einen Ausgangspunkt für eine neue, veränderte Sichtweise der österreichischen Gesellschaft und Politik auf die eigene NS-Vergangenheit dar und leitete eine Phase intensiverer Auseinandersetzung ein, die sich beispielsweise in neuen Gedenktagen und Erinnerungsstätten, in einer "Historikerkommission zur Prüfung von Wiedergutmachungsansprüchen" und in der Errichtung des "Nationalfond der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus" niederschlugen.
Doch was war da genau passiert? Wie lassen sich Theatralität / Fiktionalität und Ritualität im Skandal um das Bühnenstück Heldenplatz und um dessen Autor Thomas Bernhard unterscheiden? Wo liegen die Grenzen zwischen der kurzfristigen "Unterhaltungsfunktion des Theaters" und der dauerhaften "Transformationsfunktion des Rituals".
Zu klären wird auch die Rolle des damaligen Burgtheaterdirektors Claus Peymann in diesem Medienskandal sein. Lassen sich Belege für eine "Inszenierung des Skandals" finden?
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