Das literarische Motiv der Vatersuche in Wirnt von Grafenbergs 'Wigalois'
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.12.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
267 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668362857
In der höfischen Erziehung, die Wigalois ohne seinen Vater Gawein am Hofe seiner Mutter Florie erfährt, wird ihm viel von "sînes vater vrümichheit" berichtet. Und so ist auch Wigalois' Motivation bei dem Aufbruch vom Hofe seiner Mutter das Streben nach dem Vorbild der unbekannten Vaterfigur und das Finden seines Vaters:
ich wil den suochen von dem mir ie
tugent unde manheit
allez mîn leben ist geseit;
daz ist mîn vater, her Gâwein. (V. 1302 ff.)
Doch als Wigalois an den Artushof kommt, wo er seinen Vater auf Bitten der Königin sogar als Erzieher zur Seite gestellt bekommt, erkennt er ihn nicht. Erst viel später erfährt Wigalois eher beiläufig, dass es sich bei seinem Erzieher Gawein auch um seinen Vater Gawein handelt (V. 4792 ff.).
Das Motiv der Vatersuche und später der Vater-Sohn-Beziehung dient als "kompositionelle Klammer für den ganzen Roman", jedoch ist der entscheidende Schlüsselmoment, die Enthüllung Gaweins als Wigalois' Vater, in der Situation scheinbar vollkommen unmotiviert und auch das Nicht-Erkennen von Vater und Sohn am Artushof wirft Fragen auf.
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