Das Frauenbild in der Serie "Roseanne". Einsatz von Selbstironie und schwarzem Humor zur Sprengung traditioneller Geschlechterrollen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
04.05.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
714 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668441460
Im US-Fernsehen wurden Ende der 80er Jahre die Familiensitcoms enorm erfolgreich. Den ersten Platz sicherte sich die afroamerikanische Bilderbuchfamilie Cosby aus der "Die Bill Cosby Show". Die Serie spiegelte allerdings nicht den Migrationshintergrund farbiger Menschen und deren sozialen Hintergrund im Land wieder, sondern im Vordergrund stand ein reicher afroamerikanischer Arzt. Umso mehr hielt diesem Bild die 1988 gestartete Serie "Roseanne" den gesellschaftlichen Spiegel vor. In insgesamt 222 Episoden wurden bis 1997 neun Staffeln produziert, die dabei enorm erfolgreich vom US Sender ABC vermarktet wurden. Es ging um eine durchschnittliche Familie, deren Probleme jedoch nicht zu vergleichen waren mit den Sorgen der Cosbys. Die Conners gehörten zur Arbeiterklasse und konnten sich kaum in der Mittelschicht halten. Sie wohnten in einem Vorort der fiktiven Stadt Lanford. Hier lebte das Ehepaar Dan und Roseanne mit ihren drei Kindern, der intelligenten und hübschen Becky, der aufmüpfigen Darleen und dem etwas unterbelichteten DJ.
Ihr Familienalltag gleicht nicht unbedingt dem von anderen Familiensitcoms, denn es wurden einige Tabus gebrochen. Diese spiegelten sich hauptsächlich in Themen wie: Klassenunterschiede in der Gesellschaft, die erste Periode, Homosexualität, Teenager-Schwangerschaften, Alkoholismus, Drogen und vor allem in Armut wieder. Das Besondere der Serie war jedoch die Rolle der Frau. Roseanne war die erste Familienmutter, die nicht hinter dem Ehemann stand sondern vor ihm. Sie regierte die Familie. In einem Interview sagte Roseanne Barr, dass üblicherweise die Familienväter immer alles wussten und die Familienmütter meist nur entzückt waren. Sie wollte die erste "richtige Mutter" sein und eine Botschaft darüber geben, wie sich Frauen wirklich fühlen und wie sie sind. Diese Themen wurden vom Publikum wahrscheinlich deshalb sehr gut angenommen, weil die Darsteller, allen voran Roseanne selbst, durch Spontanität, Schlagfertigkeit und Wortwitz ihren eigenen Stil einbrachten und die Serie mit Comedy umrundet wurde. Roseanne Barr, die vor ihrem Fernsehdebüt als Standup-Comedian ihr Geld verdiente, kam quasi von der Bühne ins Fernsehen.
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