Der kolumbianische "Terrorismus"-Diskurs unter Álvaro Uribe Securitization nichtstaatlicher Gewaltakteure?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.07.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
548 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656247517
Diese Entwicklungen führten unter anderem zur Wahl des als »Hardliner« geltenden Álvaro Uribe im Juli 2002 zum kolumbianischen Präsidenten - und das mit einer absoluten Mehrheit von 53 % der Stimmen im ersten Wahlgang. Das Abstimmungsergebnis spiegelte "den Überdruss der Bevölkerung mit der tagtäglichen Gewalt" wider und wurde vielerseits als "schallender Ruf nach hartem, entschlossenem Durchgreifen anstelle der vom Vorgänger eher linkisch betriebenen Verhandlungsstrategie" verstanden (RITTERBAND 2002 : 59, ZINECKER 2002 : 46). Álvaro Uribe stand den Friedensgesprächen mit der Guerilla von Anfang an skeptisch bis ablehnend gegenüber und versprach in seinem Wahlkampf eine »Politik der harten Hand«. Gleichzeitig forderte er mehr Unterstützung und US-Militärhilfe im Kampf gegen die Gewalt, die Drogen und den "kolumbianischen Terrorismus« (Vgl .KURTENBACH 2002 : 121, ZINECKER 2002 : 46, URIBE 2002e).
Bereits im Laufe seiner ersten Amtszeit verhärtet Uribe seinen Diskurs gegenüber den nichtstaatlichen Gewaltakteuren Guerilla und Paramilitärs. Er bringt sie zunehmend mit dem Begriff des »Terrorismus« in Verbindung und definiert sie letztendlich als »terroristische Akteure« und »Terroristen« (Vgl. LA NACION 2008, POSADA CARBÓ 2003 : 1ff, URIBE 2002e). Es besteht nach Uribe eine existentielle Bedrohung für den kolumbianischen Staat, das Volk und die Demokratie (URIBE 2002e) - eine Legitimation für militärische Maßnahmen?
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