Der 'Ödipuskomplex' bei Max Frischs 'Homo faber'. Psychoanalytische Lesart eines Literaturklassikers
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.06.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
484 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668471962
Mit dem abschließenden Fazit wird auf die Gegenwart des Ödipuskomplexes im Roman hingewiesen, wie auch auf die Folgen, die ein ungelöster Ödipuskomplex für die Figuren hat.
Max Frischs Roman "Homo Faber" ist ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur. Doch was genau macht sein Werk so einzigartig? Im Zentrum der Erzählung steht der Technikfanatiker Walter Faber, der sich auf eine
Reise begibt, die nicht nur sein Leben verändert sondern auch sein gesamtes Lebenskonzept umwirft. Auslöser dafür ist die junge Sabeth, die Faber auf einer Schifffahrt kennenlernt und an der er ein großes Interesse entwickelt. Seine Beziehung zu ihr lässt Erinnerungen an sein gescheitertes Verhältnis zu seiner
einzigen Liebe, Hanna, aufleben, an die Sabeth ihn erinnert. Während der gemeinsamen Reise durch Italien, in der Sabeth ihn von seiner starren und sachlichen Sicht auf das Leben befreit und ihn für die Schönheit der Welt öffnet, erfährt Faber, dass es sich bei Sabeth, um die Tochter Hannas handelt. Mit ihr hätte er nach seinem Studium fast eine Familie gegründet, da sie von ihm schwanger war, jedoch wollten sie das Kind abtreiben, denn Faber stand eine Karriere als Techniker in Bagdad bevor. In Griechenland kommt es zu einem tragischen Unglück. Sabeth wird von einer Schlange gebissen und fällt eine Böschung herunter, sie erliegt ihren Verletzungen einige Tage später im Krankenhaus. Hier trifft Faber Hanna wieder, die ihm die verschwiegene Geburt gesteht und um Verzeihung bittet. Faber seinerseits ist unheilbar an Magenkrebs erkrankt, aber fasst vorher noch den Entschluss Hanna zu heiraten. Walter Fabers Schicksal erinnert stark an das, des König Ödipus' aus der griechischen Mythologie. Auch bei ihm kommt es zu einem inzestuösen Verhältnis zu seiner Mutter, mit der er auch Kinder zeugt. Auf der Beziehungskonstellation der Tragödie baute Sigmund Freud ein Konzept auf, das er nach der tragischen Figur der griechischen Mythologie benannte: den "Ödipuskomplex".
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