Die Gegenüberdarstellung von Schulzes "Erlebnisgesellschaft" und Bordieus Theorie "Die feinen Unterschiede"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.07.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
543 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668493766
Die Lebensstilforschung scheint in den letzten Jahren zu einer der populärsten Forschungseinrichtungen der Soziologie geworden zu sein. Sie entwickelte sich in den 1980er Jahren, aufgrund wahrgenommener Defizite in den vorherrschenden Klassen- und Schichtkonzepten, die die gesellschaftlichen Strukturen bis dato zu erklären versuchten. Ein großer Kritikpunkt war hierbei die schwindende Erklärungskraft dieser Konzepte, aufgrund von veralteten Annahmen und Ignoranz neuer sozialer Ungleichheiten.
Anders als vorherige Konzepte fragt die Lebensstilforschung nach dem Zusammenhang zwischen objektiven Lagemerkmalen und subjektiven Lebensweisen. Bis in die 1970er Jahre wurde dies meist nur durch sozioökonomische Lagebedingungen versucht, die sich aufgrund der Bildung, der beruflichen Stellung und dem damit einhergehenden Einkommen ergaben. Seit den 1980er Jahren gewinnen aber auch soziokulturelle Bedingungen zur Bestimmung der sozialen Differenzierung mehr und mehr an Bedeutung.
Einer der Pioniere der Lebensstilforschung war unter anderen Pierre Bourdieu mit seinem Werk "Die feinen Unterschiede". Mit seiner Struktur-Habitus-Praxis Formel versuchte er die differenzierten Lebensstile einer Gesellschaft aufgrund von klassenspezifischen Unter-schieden zu erklären und so auch die Konstitution und Reproduktion sozialen Lebens zu verstehen. Zeitgleich wurden jedoch auch Begriffe, wie "Individualisierung" und "Entstrukturierung" in der Lebensstilforschung populär, bei denen von einer Pluralisierung der Lebensstile aufgrund von Entkopplungsprozessen subjektiver Lebensweisen von sozioökonomischen Bedingungen ausgegangen wird. Gerhard Schulzes "Die Erlebnisgesellschaft" knüpft an diese Gedanken an und gilt daher als Gegenpol zur Bourdieuschen Theorie.
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