Die Pestordnungen des 17. und 18. Jahrhunderts als Wegbereiter des modernen Gesundheitswesens? Struktureller Aufbau von Pestordnungen in Preußen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
07.08.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
566 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668498990
Im 14. Jahrhundert wurden besonders in italienischen Städten vielerlei Maßnahmen präventiver Art ergriffen, die ihre Triebfeder in der Miasmen-Theorie fanden. Dazu zählten die Isolierung sowohl von kranken Menschen als auch solchen, die lediglich im Verdacht der Seuche standen, das Ausräuchern von Häusern, das Benutzen von Duftwässern und das Tragen von Schutzmasken, um die schlechten Gerüche abzuhalten und zu vertreiben. Des Weiteren das Säubern der Straßen und das Verriegeln von Häusern, in denen Infizierte wohnten. Als wirksamstes Mittel gegen die Pest galt die "Flucht aus den verpesteten Gebieten". Im Jahre 1549 wurde auf Geheiß des Bürgermeisters und Rates von Königsberg, welches seit 1724 die Königliche Haupt- und Residenzstadt in Preußen war, ein Pestbuch vom deutschen Arzt Andreas Aurifaber publiziert. Er spezifizierte die Maßnahmen, indem er sie in "vorbeugende öffentliche Maßnahmen" und "individuelle vorbeugende Maßnahmen" unterteilte. Zu den vorbeugenden öffentliche Maßnahmen gehörte wenig das Haus zu verlassen und jegliche Feierlichkeiten zu untersagen, das Verbot, die Nachttöpfe auszugießen und die Aufforderung durch Räucherungen die üblen Gerüche zu vertreiben. Zu den individuellen vorbeugenden Maßnahmen zählte das Tragen von "Holzbüchsen mit Schwämmen, die mit Riechstoffen getränkt" waren, die Kontrolle des Gewichts durch "Diät" oder "Abführen" sowie "Aderlässe". Die Menschen sollten sich "nicht baden", sondern lediglich "Abreibungen mit warmen Tüchern [...] vornehmen". Auch zu den Ruhezeiten wurden besondere Verordnungen angeführt: "höchstens sieben Stunden Schlaf, höchstens eine Stunde Mittagsruhe"
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