Erdmessung und Satellitengeodäsie

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Erdmessung.- Signalverarbeitung in der Physikalischen Geodäsie.- Molodenski – quo vadis?.– Bahn- und Gravitationsfeldbestimmung aus den Positionen tief fliegender Satelliten.- Globale Schwerefeldmodellierung am Beispiel von GOCE.- Topographische Modellierung des Gravitationsfeldes.- Erdrotation.- Geometrische Referenzsysteme.- Höhensysteme der nächsten Generation.- Globales Geodätisches Beobachtungssystem.- Geo-Q.- Zukunft der globalen Geodäsie und Fernerkundung aus Sicht des Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ), Potsdam.

Erdmessung und Satellitengeodäsie

Handbuch der Geodäsie, herausgegeben von Willi Freeden und Reiner Rummel

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Das  Handbuch der Geodäsie ist ein hochwertiges, wissenschaftlich fundiertes Werk über die Geodäsie unserer Zeit und bietet anhand von in sechs Bänden zusammengestellten Einzelthemen ein repräsentatives Gesamtbild des Fachgebiets.

Satelliten führten zu einer Revolution in der Geodäsie. Erst mit Hilfe von Satelliten wurde die Erdmessung tatsächlich global und dreidimensional. Ozeane und Eisschilde stellen keine Hindernisse mehr dar, sie lassen sich heute mit gleicher Präzision vermessen wie die Kontinente. Verfeinerungen resultieren aus der Kombination von Raumverfahren mit terrestrischen Messmethoden. Damit gelingt es der Erdmessung, fundamentale Beiträge zum Verständnis des Erdsystems und des Klimawandels zu liefern. Voraussetzung für diese Entwicklung sind sehr moderne Messverfahren und Auswertemethoden und deren extrem genaue Verknüpfung in einem globalen erd- und raumfesten Referenzsystem. Im  Band Erdmessung und Satellitengeodäsie werden exemplarisch die historischen Wurzeln, methodischen Grundlagen, verwendeten Messverfahren sowie die Forschungstrends vorgestellt.

"... Das Handbuch richtet sich generell an Studierende und Kollegen in Forschung und Praxis ..." (Nico Sneeuw, in: zfv - Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Jg. 143, Heft 5, 2018)


Professor Dr. Reiner Rummel studierte Vermessungswesen an der Technischen Hochschule München. Er wurde 1980 auf eine Professur für Physikalische Geodäsie an die Technische Universität Delft berufen. Von 1993 bis 2009 war er Inhaber des Lehrstuhls für Astronomische und Physikalische Geodäsie der Technischen Universität München.

Professor Dr. Willi Freeden studierte Mathematik und Geographie an der RWTH Aachen. Dort habilitierte er sich 1980 mit einer Arbeit aus der Mathematischen Geodäsie. Er war Gastprofessor am Geodetic Department der Ohio State University, Columbus, Ohio. Seit 1994 leitet er in Kaiserslautern die Arbeitsgruppe Geomathematik.

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Satelliten ändern alles

S.A.W aus Salzburg am 29.05.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Satelliten führten zu einer Revolution in der Geodäsie. Erst mit Hilfe von Satelliten wurde die Erdmessung global und dreidimensional. Ozeane und Eisschilde stellen keine Hindernisse mehr dar, sie lassen sich heute mit gleicher Präzision vermessen wie die Kontinente. Verfeinerungen resultieren aus der Kombination von Raumverfahren mit terrestrischen Messmethoden. Damit gelingt es der Erdmessung, fundamentale Beiträge zum Verständnis des Erdsystems und des Klimawandels zu liefern. Der Gnomon (Schattenmesser), ein senkrechter Stab zur Berechnung von Sonnenabstand und Breitengrad war bereits der babylonischen Astronomie bekannt und war in der Antike in allen Kulturen in Gebrauch. Die Stromkulturen entwickelten erste Landmesstechniken zur Verteilung der Felder. Pythagoras fordert aus ästhetischen Gründen die Kugelgestalt, Eudoxos von Knidos beschreibt das geozentrische Weltbild, Marinos von Tyros entwickelt das Koordinatensystem. Das heliozentrische Weltbild des Aristarch von Samos setzt sich nicht durch. Eratosthenes von Kyrene, ein Zeitgenosse des Archimedes und Bibliothekar von Alexandria berechnet den Erdumfang erstaunlich genau, seine Gradmessung wird bis ins 20. Jhdt. angewendet. Die Römer entwickeln die Feldmesskunst weiter. Die Araber entwickeln die Geodäsie weiter, in Europa wird die Kugelgestalt im 15. Jhdt. wiederentdeckt, zunächst auch von der Kirche anerkannt. Kolumbus rechnet die römische Meile falsch um und gelangt daher zu kleinen Entfernungen nach Asien. Die Anhänger Newtons entwickelten auf Grund von Gravitation und Rotation die Form des Ellipsoids. Auf Grund von Meeresströmungen gibt es Abweichungen vom Ellipsoid um 1-2m. Auf Grund des Global Navigation Satellite System können nun die Abweichungen zentimetergenau gemessen werden. Polbewegung und Erdrotation variieren dynamisch und können nicht vorhergesagt sondern nur laufend gemessen werden. Die Höhe ist durch das Erdschwerefeld definiert. Zusätzlich gibt es auch geometrische Bezugssysteme. Voraussetzung für die derzeitige Entwicklung sind sehr moderne Messverfahren und Auswertemethoden und deren extrem genaue Verknüpfung in einem globalen erd- und raumfesten Referenzsystem. Im Band Erdmessung und Satellitengeodäsie werden exemplarisch die historischen Wurzeln, methodischen Grundlagen, verwendeten Messverfahren sowie die Forschungstrends vorgestellt. Das Handbuch der Geodäsie ist ein hochwertiges, wissenschaftlich fundiertes Werk über die Geodäsie unserer Zeit und bietet anhand von in sechs Bänden zusammengestellten Einzelthemen ein repräsentatives Gesamtbild des Fachgebiets. Es ist geeignet für Dozenten und Studierende der Geodäsie und verwandter Geo-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, sowie für Kollegen aus Wissenschaft und Praxis der Geodäsie mit vertieftem Interesse an den Entwicklungen, theoretischen Grundlagen und Anwendungen der Erdmessung und Satellitengeodäsie

Satelliten ändern alles

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Satelliten führten zu einer Revolution in der Geodäsie. Erst mit Hilfe von Satelliten wurde die Erdmessung global und dreidimensional. Ozeane und Eisschilde stellen keine Hindernisse mehr dar, sie lassen sich heute mit gleicher Präzision vermessen wie die Kontinente. Verfeinerungen resultieren aus der Kombination von Raumverfahren mit terrestrischen Messmethoden. Damit gelingt es der Erdmessung, fundamentale Beiträge zum Verständnis des Erdsystems und des Klimawandels zu liefern. Der Gnomon (Schattenmesser), ein senkrechter Stab zur Berechnung von Sonnenabstand und Breitengrad war bereits der babylonischen Astronomie bekannt und war in der Antike in allen Kulturen in Gebrauch. Die Stromkulturen entwickelten erste Landmesstechniken zur Verteilung der Felder. Pythagoras fordert aus ästhetischen Gründen die Kugelgestalt, Eudoxos von Knidos beschreibt das geozentrische Weltbild, Marinos von Tyros entwickelt das Koordinatensystem. Das heliozentrische Weltbild des Aristarch von Samos setzt sich nicht durch. Eratosthenes von Kyrene, ein Zeitgenosse des Archimedes und Bibliothekar von Alexandria berechnet den Erdumfang erstaunlich genau, seine Gradmessung wird bis ins 20. Jhdt. angewendet. Die Römer entwickeln die Feldmesskunst weiter. Die Araber entwickeln die Geodäsie weiter, in Europa wird die Kugelgestalt im 15. Jhdt. wiederentdeckt, zunächst auch von der Kirche anerkannt. Kolumbus rechnet die römische Meile falsch um und gelangt daher zu kleinen Entfernungen nach Asien. Die Anhänger Newtons entwickelten auf Grund von Gravitation und Rotation die Form des Ellipsoids. Auf Grund von Meeresströmungen gibt es Abweichungen vom Ellipsoid um 1-2m. Auf Grund des Global Navigation Satellite System können nun die Abweichungen zentimetergenau gemessen werden. Polbewegung und Erdrotation variieren dynamisch und können nicht vorhergesagt sondern nur laufend gemessen werden. Die Höhe ist durch das Erdschwerefeld definiert. Zusätzlich gibt es auch geometrische Bezugssysteme. Voraussetzung für die derzeitige Entwicklung sind sehr moderne Messverfahren und Auswertemethoden und deren extrem genaue Verknüpfung in einem globalen erd- und raumfesten Referenzsystem. Im Band Erdmessung und Satellitengeodäsie werden exemplarisch die historischen Wurzeln, methodischen Grundlagen, verwendeten Messverfahren sowie die Forschungstrends vorgestellt. Das Handbuch der Geodäsie ist ein hochwertiges, wissenschaftlich fundiertes Werk über die Geodäsie unserer Zeit und bietet anhand von in sechs Bänden zusammengestellten Einzelthemen ein repräsentatives Gesamtbild des Fachgebiets. Es ist geeignet für Dozenten und Studierende der Geodäsie und verwandter Geo-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, sowie für Kollegen aus Wissenschaft und Praxis der Geodäsie mit vertieftem Interesse an den Entwicklungen, theoretischen Grundlagen und Anwendungen der Erdmessung und Satellitengeodäsie

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