Das Verhältnis von Palast und Stadt in Edo/Tokyo. Historische Entwicklung und politischer Charakter
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
31.08.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
8805 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668514126
Hierzu ist zunächst anzumerken, dass es sich im Fall Edo weniger um den Bezug vom "Palast" zur Stadt, als von der "Burg" zur Stadt handelt. In Japan verbindet man mit dem Palast immer den Kaiser, welcher de facto fast die ganze Geschichte hindurch das Staatsoberhaupt Japans war. Dieser jedoch residierte im kaiserlichen Palast in Kyoto, während sich im japanischen Mittelalter langsam die Kriegerklasse erhob und an Macht gewann. So kam es dazu, dass der Kaiser zwar auf dem Papier das Land regierte, aber in Wahrheit der shôgun (der militärische Oberbefehlshaber) zum obersten Machthaber in Japan wurde.
Edo war ab 1603 für über 260 Jahre das militärische Zentrum Japans und nicht dem Hofadel, sondern dem Kriegsadel verschrieben. Es war keine kaiserliche Hauptstadt, wie Kyoto es war, und unterlag aus diesem Grund auch anderen stadtplanerischen Visionen. Im Vordergrund standen militärische Interessen und weniger ästhetische oder kosmische Einflüsse. Die gesellschaftlichen Ränge wurden neu definiert - und dies spiegelte sich auch im Stadtbild wieder.
Nachdem im folgenden Abschnitt kurz auf die Entstehungsgeschichte der Stadt Edo eingegangen wird, folgt unter Punkt 3. eine allgemeine Beschäftigung mit dem mittelalterlichen Standart-Stadttyp, welchem auch Edo angehörte: Der Burgstadt. Es soll ein Überblick über die allgemeinen stadtplanerischen Grundlagen und deren Hintergründe geschaffen werden. Hierzu werden die geschichtlichen Umstände und das mit dem Aufkommen der Burgstädte verbundene Gesellschaftssystem beleuchtet. Außerdem werden typische Charakteristika der japanischen mittelalterlichen Burgstadt herausgearbeitet.
Unter Punkt 4. wird das Augenmerk dann direkt auf Edo selbst gelenkt. Aufgrund seiner Funktion als militärisches Zentrum des Landes und den politischen Programmen Tokugawas sollen die Besonderheiten der Stadt hervorgehoben werden. Der darauf folgende Abschnitt beschäftigt sich dann mit einem weiteren stadtplanerischen Konzept, welches religiöser Natur war und höchstwahrscheinlich in der Frühphase Edos die Stadtplanung beeinflusste, bevor die Religion mehr und mehr an Signifikanz verlor.
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