Kaiser Nero und der Brand von Rom. Zwischen Zufall, Intrige und Brandstiftung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
05.09.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
726 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668518308
Mit diesen eindringlichen Worten beschreibt der römische Literat und Kaiserbiograf Sueton den Hergang des Großbrands von Rom und legt mit seinen Worten eine Brandstiftung durch Kaiser Nero dar, ohne dem Ereignis tatsächlich beigewohnt zu haben. Vermutlich war er im Jahr 64 n. Chr., als das Feuer ausbrach und neun Tage lang in den Straßen und Bezirken der Hauptstadt wütete, noch nicht einmal geboren. Antiken Quellen zufolge brach der Brand im Circus Maximus aus und griff von dort, durch den Wind angefacht, auf die anliegenden Gebäude über, die aus leicht brennbarem Material bestanden. Nur vier von vierzehn Stadtbezirken blieben verschont; die drei Stadtteile Circus Maximus, Palatin sowie der Isis und Serapis brannten völlig nieder.
Was die Ursachen des Brandes anbetrifft, gehen sowohl die Meinungen in den antiken Quellen als auch in heutigen wissenschaftlichen und belletristischen Werken auseinander. Während die einen davon ausgehen, dass Nero selbst den Brand befahl, sehen andere die Ursache bei den Christen, oder ziehen auch eine nicht intendierte Brandursache in Betracht. Es sind vor allem solche Quellen wie Sueton und Cassius Dio die eine Brandstiftung durch den Kaiser nahelegen. Fast zweitausend Jahre christlicher Geschichtsschreibung und der bekannte Film Quo vadis, von Peter Ustinov taten ihr Übriges und kreierten das Bild eines grausamen Herrschers ohne Mitgefühl und echtes Empfinden. Eine kritischere Auseinandersetzung fand erst mit der modernen Geschichtsschreibung durch vorwiegend englische, französische und rumänische Historiker unter Anwendung der Quellenkritik statt. Um folglich näher auf die Frage eingehen zu können, ob Nero den Brand von Rom 64 n. Chr. tatsächlich legte, ist es hilfreich, Informationen über die Person des Kaisers an sich zusammenzutragen. Es stellt sich die Frage, ob er wirklich ein derart "verrückter" und "tyrannischer" Kaiser war, wie es nicht selten heute noch geglaubt wird. Denn eine rational logische Tat wäre die Brandstiftung in einer gut beleuchteten Vollmondnacht nicht gewesen.
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