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Das Guantanamo-Tagebuch unzensiert

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Das Guantanamo-Tagebuch unzensiert

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ab 12,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.02.2018

Verlag

Tropen

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/4,4 cm

Beschreibung

Rezension

»Dieses Tagebuch ist wirklich ein einzigartiges Dokument.«
Gerrit Bartels, RBB Kulturradio, 03.02.2015 ("rbb")
»"Das Guantanamo-Tagebuch" ist ein subjektiver Bericht, ein historisches Zeugnis, Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem "Krieg gegen den Terror" befasst. Denn es unterstreicht, dass die Verteidigung der Zivilisation sinnlos ist, wenn sie in Brutalität abgleitet.«
Sabine Matthay, Deutschlandfunk, 02.02.2015 ("Deutschlandfunk")
»Aus der Hülse des anonymen Folteropfers tritt ein intelligent denkender, jede Nuance von Erniedrigung und Fairness registrierender Beobachter, der in Tagträumen von seiner Familie, in Sarkasmus und beständigem Gebet Trost findet.«
Uwe Schmitt, Tagesanzeiger, 26.01.2015 ("Tagesanzeiger")
»Dieser erste authentische Bericht eines Gefangenen aus dem Folterlager der US-Amerikaner auf Kuba, Guantanamo, ist ein Dokument für die Ewigkeit. Wir vernehmen eine Stimme aus dem Verborgenen. Wir begeben uns auf einen Horrortrip in die dunkelsten Regionen menschlicher Niedertracht. Dass dieser Bericht überhaupt veröffentlicht werden durfte, wenn auch mit vielen Schwärzungen, gleicht einer Sensation.«
Stefan Berkholz, SWR2, 26.1.2015 ("SWR2")
»Sein Text blickt in Abgründe des Menschen - und strahlt zugleich Humanität aus, besonders wenn der Autor seinen Humor aufblitzen lässt.«
Andreas Geldner, Stuttgarter Zeitung, 22.01.2015 ("Stuttgarter Zeitung")
»Spannend und mit Humor erzählt, ohne Hass gegen die eigenen Peiniger. ... Uns Deutsche erinnert dieser einstige Duisburger Elektrotechniker daran, wie nah Guantánamo ist - auch BND-Agenten haben Mohamedou Ould Slahi dort verhört.«
Alexander Camann, Die Zeit, 22.1.2015 ("Die Zeit")
»Ein Buch, das man nicht lesen kann. Ein Buch, das man immer wieder zur Seite legen muss, weil man so wütend wird und Zeile für Zeile die eigene Hilflosigkeit wachsen spürt. ... Der Autor schreit keine Zeile hinaus, er nimmt sich Zeit, ist genau. Er macht Witze. Er beobachtet seine Lage und wie er sich darin verhält.«
Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 20.01.2015 ("Frankfurter Rundschau")
»Aus der Hülse des anonymen Folteropfers tritt ein intelligent denkender, jede Nuance von Erniedrigung und Fairness registrierender Beobachter, der in Tagträumen von seiner Familie, in Sarkasmus (f-king hier, f-king da) und beständigen Gebet Trost findet.«
Uwe Schmitt, Die Welt, 20.1.2015 ("Die Welt")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.02.2018

Verlag

Tropen

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/4,4 cm

Gewicht

593 g

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

Susanne Held

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50358-6

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Schade eigentlich...

Bewertung am 13.09.2023

Bewertungsnummer: 2021089

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung: „DER MAURETANIER“ hieß der Film zum Buch. Ich muss gestehen, dieser Film hat mich sehr berührt, erschüttert und mitgenommen. Deshalb musste ich unbedingt das Buch lesen, um die Geschichte authentischer zu erfahren. Grundsätzlich stehe ich immer gegen Verallgemeinerungen, gegen Indiskretionen und Kollektivbeschuldigungen. Ebenso stehe ich dagegen, dass es Menschen gibt die sich anmaßen, nach einem gesagten Satz – vielleicht aus einer Verletzung heraus – den Charakter eines Gegenübers zu beurteilen. Solche Menschen sind dumm, auch wenn sie eine überbordend hohe Meinung von sich selbst zur Schau tragen. Mohamedou Ould Slahi, dachte ich, der als Privilegierter- als gebildeter Mensch und mit dem Leid, welches ihm durch seine Verhaftungen widerfahren ist, er gehöre nicht zu den Narzissten, denen jedes Mittel recht ist, um sich selbst in ein besonders helles Scheinwerferlicht zu stellen. Von dieser Charakterfarbe habe ich persönlich wirklich die Schnauze voll. Deshalb wird mein Urteil hart sein. Aber was passiert? Mit seinem Werk „Das Guantanamo Tagebuch“, hat sich Mohamedou Ould Slahi meine Sympathie jedoch widererwarten verscherzt, obwohl der Film mich so sehr berührt hat. Es ist freilich sehr, sehr schlimm, wenn jemand zu Unrecht verurteilt und misshandelt wird; gar keine Frage. Allerdings gehört in die Waagschale, dass er eine privilegierte Person ist – er hat in Deutschland Elektrotechnik + Telekommunikation studiert und wollte aber trotzdem in den heiligen Dschihad ziehen, um Afghanistan von den Kommunisten zu befreien. Dazu benötigte er jedoch eine fundierte Ausbildung. Er brach sein Studium für mehrere Monate ab, ging ins al-Farouq-Trainingslager in Khost, und schwor unter Jalaladdin Hakkani der al-Qaida einen Treueeid. Was er hier gelernt hat muss man nicht weiter nachfragen. Danach ging er nach Duisburg zurück und studierte weiter, ohne den Kontakt zu seinen Kameraden, die weiterhin der al-Qaida angehörten, in Afghanistan abzubrechen. Zudem war Mohamedou Ould Slahi nicht nur mit Abu Hafs, einem prominenten Mitglied der Bewegung- und theologischer Berater von Osama bin Laden in engem Kontakt, er war sogar mit ihm verwandt. Dummerweise telefonierte dieser Verwandte, der mit vollem Namen Mahfouz Ould al-Walid heißt, von Osama bin Ladens Satelitentelefon aus mit Slahi. Zu Weihnachten überwies Slahi an dessen Familie 4.000,- Dollar. Durch diese Fakten geriet Mohamedou Ould Slahi ins Interesse der Geheimdienste. Das Unglück, welches insgesamt 14 Jahre dauerte, nahm seinen Lauf. Bedauerlich, aber auch nicht ganz unverständlich, zumal er wirklich unschuldig zu sein scheint. Was mich jedoch sehr enttäuscht ist die Tatsache, dass Mohamedou Ould Slahi in seinem 495 Seiten dicken Buch, keinerlei Verständnis für seine Feinde hat, die ihm das angetan haben. Mit einem kleinen, winzigen unscheinbaren Sätzchen schreibt er, dass er den Amerikanern zugesteht ihr Land zu verteidigen. Über die 3000 Toten von 9/11 verliert er keine Silbe des Mitgefühls. Die Amerikaner sind allesamt nur böse, übel, ungerecht, dumm, aggressiv und die übelsten Verbrecher auf dieser Welt. Erst ganz am Ende des Buches relativiert er zaghaft seine dumme Polemik: nicht alle Amerikaner sind so, schreibt er mit banalen Worten. Die Art und Weise, wie man auf Menschen reagiert, die in Verdacht geraten sind am Millennium-Plot beteiligt gewesen zu sein, die kann er jedoch überhaupt nicht nachvollziehen und polemisiert munter weiter. Lieber Mohamedou Ould Slahi, wenn so etwas wie 9/11 in Deinem Land passiert wäre- oder in Afghanistan, wo der freundliche bin Laden nur Gutes im Schilde führte, dann hätten sich Verdächtige, über eine ungerechte Folter wie in Guantanamo, im Nachhinein keine Gedanken mehr machen müssen, denn keiner der Verhafteten hätte die Humanität dieser Deiner Länder überlebt; das ist mal Fakt. Und dass Du behauptest, alle arabischen Männer wären nur gute Menschen… aufrichtig ehrlich und ohne Aggressionen oder kriminelle Energie, und… und nicht zu vergessen außerdem auch noch die besten Liebhaber ever (ich dachte so dumme Sprüche hätten nur europäische Typen über 50 drauf), hat Dich meine aufrichtige Sympathie gekostet. Das wird Dir freilich egal sein, ob eine Lele Frank Dich mag, aber mir ist Dein Schicksal auch kein ganz so scharfes Schwert mehr, wie nach dem Film. Jede Medaille hat zwei Seiten. Ein wenig Mitgefühl für all die vielen unschuldigen Toten- und ein wenig weniger Polemik gegen Amerikaner, lieber Mohamedou Ould Slahi, hätte Deinem Buch gut zu Gesicht gestanden, wo arabische Männer doch, laut Deiner Behauptung, so gut- so mitfühlend sind.
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Schade eigentlich...

Bewertung am 13.09.2023
Bewertungsnummer: 2021089
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung: „DER MAURETANIER“ hieß der Film zum Buch. Ich muss gestehen, dieser Film hat mich sehr berührt, erschüttert und mitgenommen. Deshalb musste ich unbedingt das Buch lesen, um die Geschichte authentischer zu erfahren. Grundsätzlich stehe ich immer gegen Verallgemeinerungen, gegen Indiskretionen und Kollektivbeschuldigungen. Ebenso stehe ich dagegen, dass es Menschen gibt die sich anmaßen, nach einem gesagten Satz – vielleicht aus einer Verletzung heraus – den Charakter eines Gegenübers zu beurteilen. Solche Menschen sind dumm, auch wenn sie eine überbordend hohe Meinung von sich selbst zur Schau tragen. Mohamedou Ould Slahi, dachte ich, der als Privilegierter- als gebildeter Mensch und mit dem Leid, welches ihm durch seine Verhaftungen widerfahren ist, er gehöre nicht zu den Narzissten, denen jedes Mittel recht ist, um sich selbst in ein besonders helles Scheinwerferlicht zu stellen. Von dieser Charakterfarbe habe ich persönlich wirklich die Schnauze voll. Deshalb wird mein Urteil hart sein. Aber was passiert? Mit seinem Werk „Das Guantanamo Tagebuch“, hat sich Mohamedou Ould Slahi meine Sympathie jedoch widererwarten verscherzt, obwohl der Film mich so sehr berührt hat. Es ist freilich sehr, sehr schlimm, wenn jemand zu Unrecht verurteilt und misshandelt wird; gar keine Frage. Allerdings gehört in die Waagschale, dass er eine privilegierte Person ist – er hat in Deutschland Elektrotechnik + Telekommunikation studiert und wollte aber trotzdem in den heiligen Dschihad ziehen, um Afghanistan von den Kommunisten zu befreien. Dazu benötigte er jedoch eine fundierte Ausbildung. Er brach sein Studium für mehrere Monate ab, ging ins al-Farouq-Trainingslager in Khost, und schwor unter Jalaladdin Hakkani der al-Qaida einen Treueeid. Was er hier gelernt hat muss man nicht weiter nachfragen. Danach ging er nach Duisburg zurück und studierte weiter, ohne den Kontakt zu seinen Kameraden, die weiterhin der al-Qaida angehörten, in Afghanistan abzubrechen. Zudem war Mohamedou Ould Slahi nicht nur mit Abu Hafs, einem prominenten Mitglied der Bewegung- und theologischer Berater von Osama bin Laden in engem Kontakt, er war sogar mit ihm verwandt. Dummerweise telefonierte dieser Verwandte, der mit vollem Namen Mahfouz Ould al-Walid heißt, von Osama bin Ladens Satelitentelefon aus mit Slahi. Zu Weihnachten überwies Slahi an dessen Familie 4.000,- Dollar. Durch diese Fakten geriet Mohamedou Ould Slahi ins Interesse der Geheimdienste. Das Unglück, welches insgesamt 14 Jahre dauerte, nahm seinen Lauf. Bedauerlich, aber auch nicht ganz unverständlich, zumal er wirklich unschuldig zu sein scheint. Was mich jedoch sehr enttäuscht ist die Tatsache, dass Mohamedou Ould Slahi in seinem 495 Seiten dicken Buch, keinerlei Verständnis für seine Feinde hat, die ihm das angetan haben. Mit einem kleinen, winzigen unscheinbaren Sätzchen schreibt er, dass er den Amerikanern zugesteht ihr Land zu verteidigen. Über die 3000 Toten von 9/11 verliert er keine Silbe des Mitgefühls. Die Amerikaner sind allesamt nur böse, übel, ungerecht, dumm, aggressiv und die übelsten Verbrecher auf dieser Welt. Erst ganz am Ende des Buches relativiert er zaghaft seine dumme Polemik: nicht alle Amerikaner sind so, schreibt er mit banalen Worten. Die Art und Weise, wie man auf Menschen reagiert, die in Verdacht geraten sind am Millennium-Plot beteiligt gewesen zu sein, die kann er jedoch überhaupt nicht nachvollziehen und polemisiert munter weiter. Lieber Mohamedou Ould Slahi, wenn so etwas wie 9/11 in Deinem Land passiert wäre- oder in Afghanistan, wo der freundliche bin Laden nur Gutes im Schilde führte, dann hätten sich Verdächtige, über eine ungerechte Folter wie in Guantanamo, im Nachhinein keine Gedanken mehr machen müssen, denn keiner der Verhafteten hätte die Humanität dieser Deiner Länder überlebt; das ist mal Fakt. Und dass Du behauptest, alle arabischen Männer wären nur gute Menschen… aufrichtig ehrlich und ohne Aggressionen oder kriminelle Energie, und… und nicht zu vergessen außerdem auch noch die besten Liebhaber ever (ich dachte so dumme Sprüche hätten nur europäische Typen über 50 drauf), hat Dich meine aufrichtige Sympathie gekostet. Das wird Dir freilich egal sein, ob eine Lele Frank Dich mag, aber mir ist Dein Schicksal auch kein ganz so scharfes Schwert mehr, wie nach dem Film. Jede Medaille hat zwei Seiten. Ein wenig Mitgefühl für all die vielen unschuldigen Toten- und ein wenig weniger Polemik gegen Amerikaner, lieber Mohamedou Ould Slahi, hätte Deinem Buch gut zu Gesicht gestanden, wo arabische Männer doch, laut Deiner Behauptung, so gut- so mitfühlend sind.

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