Der Raum im Spiegel - Georg Trakls Gedicht "Untergang" in seinen Fassungen und Varianten
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Sprache:Deutsch
18,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
50 (Printausgabe)
Dateigröße
334 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640532988
»Ich denke mir, dass selbst der Nahestehende immer noch wie an Scheiben gepresst diese Aussichten und Einblicke erfährt, als ein Ausgeschlossener: denn Trakls Erleben geht wie in Spiegelbildern und füllt seinen ganzen Raum, der unbetretbar ist, wie der Raum im Spiegel.«
Der mit diesen Dichterworten belegte Dichter Georg Trakl überarbeitet wenige Tage oder Stunden vor seinem Tod das Gedicht »Traum des Bösen« in der Zelle in Krakau. Er schreibt:
»Ein Liebender erwacht in schwarzen Zimmern,
Die Wang' an Sternen, die am Fenster flimmern«.
Die vorliegende Untersuchung wagt den Versuch, beide Dichterworte beim Wort zu nehmen und am Beispiel des Gedichts »Untergang« - dessen Entstehungsprozess in acht Vorstufen und Varianten gut belegt ist - den Raum, den das Traklsche Gedicht zu konstituieren vermag, als den »Raum im Spiegel« und damit ineins als die »schwarzen Zimmer eines Liebenden« durchsichtig, d.h. ein Stück weit betretbar zu machen.
Indem der Autor in einer textimmanentem Lektüre den Entstehungsprozess des Gedichts »Untergang« als diesen Prozess akribisch analysiert, gelingt es der Studie anzuzeigen, dass und wie Trakls »Mitternacht« - gegen den Strich der herkömmlichen Lesarten - als eine »Hohe Stunde Liebender« dem aufmerksamen Leser erscheinen kann.
Neben einer Charakterisierung des Raumes und der Zeit im Gedicht wird ausführlich auf das Verhältnis von Farbe und Bewegung sowie Fragen der Intertextualität (Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra) und in diesem Zusammenhang auf typisch hermeneutische Problemstellungen, die die literaturwissenschaftliche Forschung unter den Titeln »Dechiffrierung«, »absolute Chiffre« oder »das hermetische Gedicht« verhandelt, eingegangen und eine vermittelnde Position vorgeschlagen. Dabei erweist sich die Beachtung phonetischer Phänomene mehrfach als der Schlüssel für ein Verstehen des dichterischen Schreib- und (Um-)Gestaltungsprozesses.
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