Mündigkeit (als) einheitsstiftendes Erziehungssziel - Kritisiert durch Foucaults Theorie des Panopticon
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.01.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
136 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638345156
"Mündigkeit (als) einheitsstiftendes Erziehungsziel", ein Thema, das allen anderen Zielen im Prozess der Erziehung die Frage nach ihrem Anteil am großen Endziel Mündigkeit stellt.
Erziehung zur Vernunft ist dann gefragt, wenn ein "Mehr" an Vernunft auch zu einem "Mehr" an Mündigkeit führt, Gleiches kann man vom Erziehungsziel des Beherrschens sozialer Verhaltens-formen oder vom moralischen Handeln sagen. Selbst Lesen und Schreiben oder ein Mindestmaß an Allgemeinbildung sind Eigenschaften, die man bei einem mündigen Menschen wünscht; sie sind ein Teilschritt auf dem Weg zur Mündigkeit eines Individuums.
Es stellt sich aber die Frage, ob es eine legitime Auswahl der Erziehungsziele ist, diese an ihrem Beitrag zur Mündigkeit zu messen. Ist es möglich, eine Verkettung von Erziehungszielen so zu for-mulieren, dass am Ende dieser Kette ein mündiges Wesen steht, gleichsam die Summe aller Erziehungsziele Mündigkeit produziert?
Mit der vorliegenden Arbeit, möchte ich doch mit den vorliegenden Seiten einen kleinen Beitrag zur Erhellung dieses Problems leisten, eine endgültige Lösung würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
Zuerst möchte ich versuchen, Voraussetzungen für das Erziehungsziel "Mündigkeit" zu eruieren. Diese Voraussetzungen sind wichtig, wenn festgestellt werden kann, dass diese als Erziehungsziele formuliert werden können. Damit kann eine Kette oder eine Summe dieser Voraussetzungen zu "Mündigkeit" führen.
Als nächstes werde ich zwei - aus meiner Sicht - zentrale Hindernisse zur Schaffung von Mündig-keit, nämlich den Paternalismus und das Phänomen des Foucaultschen Panopticon vorstellen. Diese Phänomene sind ausgesprochen gefährliche "Fallen" auf dem Weg der Erziehung zur Mündigkeit, da sie erstens verlockende Instrumente im erzieherischen Vorgang darstellen und zweitens ihre ne-gativen, unterdrückerischen Effekte erst auf den zweiten Blick offenbaren.
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