Zu Zwangsmaßnahmen in der MfS-Untersuchungshaft
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.11.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
135 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640746217
Ziel der Verhöre in den Untersuchungshaftanstalten war nicht mehr ausschließlich die Verurteilung des Beschuldigten, sondern die Gewinnung von Informationen zum gesamten gesellschaftlichen Umfeld des Häftlings. In den 60er Jahren stieß die Erkenntnis, dass die unterschiedlichen Methoden der psychischen Folter besser dazu geeignet waren, die Aussagebereitschaft des Beschuldigten zu steigern und zu steuern, in den 60er Jahren auf allgemeinen Zuspruch innerhalb der MfS. Fortan wurden psychologische Strategien zum festen Bestandteil der geheimdienstlichen Lehre.
In dieser Arbeit soll auf die psychologischen Zersetzungsmethoden, die in den Untersuchungshaftanstalten des MfS angewandt wurden, genauer eingegangen werden. Dabei werden sowohl die Einlieferung in die Haftanstalt, als auch die Haftbedingungen und die Verhöre genauer beleuchtet, da die psychologischen Strategien des MfS alle drei Bereichen zu erkennbar sind. Wie konnte es den Vernehmern gelingen, den Beschuldigten zu einer Aussage zu bewegen, die möglicherweise gar nicht der Realität, sondern lediglich den Vorstellungen des MfS entsprach? Was konnte den Verhörten dazu bringen, dass er dem Vernehmer intimste Details seines Lebens verriet? Schließlich wird im weiteren Verlauf auch die Frage nach dem in den Mittelpunkt der Arbeit treten, inwiefern das Geschlecht des Häftlings in der Untersuchungshaft eine Rolle gespielt haben mag. Wurden Frauen anders behandelt als Männer?
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