Der Flynn-Effekt. Möglichkeiten zur Messung von Intelligenz und deren Schwächen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.10.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
2787 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668559493
James Flynn, der Mann nach dem der Flynn-Effekt benannt ist, machte in den Achtzigerjahren eine folgenschwere Entdeckung. Seinen Untersuchungen zufolge stieg die Leistung in Intelligenztests - vorrangig in Industrienationen - über die Jahre von etwa 1930 bis zu dem damaligen Zeitpunkt (1984 und noch weiter hinaus) kontinuierlich an. Dieses Phänomen zog sich bis in die frühen Zweitausenderjahre hin. Seitdem ist jedoch kein erwähnenswerter Anstieg mehr zu verzeichnen.
Flynn konnte also durch entsprechende Messverfahren und Vergleiche feststellen, dass Menschen vor 70 Jahren in heutigen IQ-Tests derart schlecht abgeschnitten hätten, dass ein großer Teil von ihnen unter heutigen Verhältnissen als geistig behindert eingestuft würde. Es wäre für heutige junge Erwachsene demnach gar problematisch, ein Gespräch auf geistiger Augenhöhe mit ihren Großeltern zu führen. Da aber feststeht, dass derartige Probleme nicht vorherrschen, muss entweder die Verlässlichkeit weltweit anerkannter Intelligenztests hinterfragt werden oder die allgemeine Erwartungshaltung dahingehend gebremst bzw. neu justiert werden, inwiefern IQ-Tests die allgemeine Intelligenz von Individuen bestimmen. Es können ferner nur theoretische Rückschlüsse gezogen werden. Da Menschen, die eine durchschnittliche Leistung bei IQ-Tests der ersten Generationen (etwa dem ersten WISC-Test) erzielt haben, offensichtlich unmöglich 60 Jahre später einen aktuellen IQ-Test machen und zeitgleich den Intellekt ihres damaligen Ichs besitzen können, wurden demnach Untersuchungen an Testpersonen durchgeführt, die nun entsprechende Unterschiede zwischen veralteten und aktuellen Testverfahren aufwiesen und durchschnittlich deutlich bessere Fähigkeiten bei der Lösung von Aufgaben in IQ-Tests verdeutlichen.
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