Der Tugendbegriff in Machiavellis Principe
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.10.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
99 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640447848
ersten Moment befremdlich erscheinen, da Machiavelli doch lange Zeit als der klassische Lehrer
aller ruchlosen Machtpolitiker galt, die allein nach dem eigenen Machtkalkül und der Staatsräson
handelten und deren Tugendhaftigkeit doch zumindest bezweifelt werden konnte.
Nichtsdestotrotz enthält der Principe eine klare moralische Komponente, die nicht mit dem
Vortäuschen von erwünschten Tugenden, um die Untertanen zu täuschen, endet. Machiavelli weiß
sehr wohl um gesellschaftlich erwünschte und unerwünschte Eigenschaften eines Privatmenschen
und stellt die Sinnhaftigkeit dieser Eigenschaften in ihrem privaten Zusammenhang auch nicht in
Abrede.
Allein, er beschäftigt sich im Principe mit der Welt der Politik und der Macht. Und hier gelten
seiner Ansicht nach andere Spielregeln als im Privatleben. Deshalb können Tugenden, die einem
Menschen privat auszeichnen, in diesem Machtkontext schädlich sein, weshalb Machiavelli sie als
unerwünscht betrachtet. In dieser kurzen Arbeit soll dargestellt werden, was den Tugendbegriff
Machiavellis ausmacht und welche Auswirkungen dies auf eine im eigentlichen Sinne
"machiavellistische" Politik hat. Als Quelle dienen vor allem die Kapitel 15 bis 19 des Principe, in
denen Machiavelli sich ausführlich mit nützlichen und schädlichen Eigenschaften eines Herrschers
auseinander setzt.
Letztendlich soll so ein Katalog von erwünschten Eigenschaften entstehen, die nach Machiavellis
Ansicht ein uomo virtuoso besitzen sollte. Gleichzeitig soll dokumentiert werden, dass Machiavelli,
wenn er im Principe von virtù und Tugenden spricht, eine eigene Definition von Tugend mit einem
eigenen Bezugssystem anwendet, welches nicht deckungsgleich mit dem gemeinhin verwendeten
moralischen Bezugssystem ist, so dass sich seine beschriebenen Regeln des politischen Machtspiels
letztlich nur schwer mit dem herkömmlichen moralischen Tugendbegriff beurteilen lassen können.
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