Zur Fortuna-Konzeption im Dekameron
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.01.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
233 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656111344
Thematik der Schicksalsgöttin Fortuna, spielt bereits seit
Jahrhunderten eine prominente Rolle in den Kultur-und
Geisteswissenschaften. Schon in der Antike haben sich
Kirchenväter, wie Augustinus und Philosophenkreise, wie
beispielsweise die Stoa mit dem Fortuna- Begriff
auseinander gesetzt. Auch bei römischen Dichtern und
Schriftstellern, wie zum Beispiel Virgil und Cicero war
die Fortuna beliebter Gegenstand vielfältiger Diskurse.
In meiner Arbeit möchte ich mich auf jene Konzeption
der Fortuna fokussieren, die im Dekameron präsent ist und
anhand ausgewählter Novellen beweisen, dass es im
Dekameron keine einheitliche Fortuna- Konzeption gibt
und vielmehr von einer Koexistenz verschiedener
Konzeptionen ausgegangen werden muss.
Eingangs beschreibe ich das Bild der Fortuna im Zeitalter
der Antike,wobei zwischen einer Lateinischen und
Griechischen Fortuna unterschieden werden muss. Die
Altgriechische Vorstellung einer Fortuna, die das Bild
einer zwielichtigen Schicksalsinstanz aufwirft, bildet die
Grundlage für jene neuzeitliche Fortuna-Konzeption im
Dekameron.
Aber auch die von Dante im siebten Inferno-Gesang der
Divina Commedia entwickelten Fortuna,fließt in das
Dekameron mit ein. Dante stellt die Fortuna komplett in
den Dienst des Schöpfers, als dessen Verwalter sie die
Geschicke der Menschen auf der Erde steuert. Die
Ähnlichkeiten der Fortuna-Konzeptionen, die zwischen
der Divina Commedia und dem Dekameron existieren,
stelle ich anhand des Inferno-Gesangs der dritten Novelle
des zweiten Tages dar.
Um den Zuständigkeitsbereich und die Wirkungsweise der
Fortuna besser darzustellen, grenze ich die beiden
Wirkungsmächte der Natur und der Fortuna
gegeneinander ab. Als Grundlage dafür, werde ich die
zweite Novelle des sechsten Tages heranziehen, in der die
beiden "ministre del mondo" (Kablitz 1990:22)
gegensätzlicher nicht wirken können.
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