Vom Gerichtsprozess zum Schreibprozess - Versuch einer Transformation der Referenz in Franz Kafkas Roman 'Der Prozeß' mit Hilfe der Dekonstruktion
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.07.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
182 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640670093
Erste Voraussetzung für die neue Untersuchungsmethode von Gilles Deleuze
und Félix Guattari, mit der sie nicht mehr fragen:
"Was bedeutet das Werk?", sondern: "Wie funktioniert das Werk?",
ist die In-Frage-Stellung der Reihenfolge der einzelnen Kapitel im "Prozeß".
Besonderes Augenmerk legen Gilles Deleuze und Félix Guattari dabei auf das Schlusskapitel, in dem dem Protagonisten K. von zwei Herren ein Messer in das Herz gestochen wird.
Gilles Deleuze und Félix Guattari brauchen für die Schlüssigkeit ihrer Theorie einen unvollendeten, besser noch, einen endlosen Roman. Das letzte Kapitel wird von vielen Interpreten als Beweis angesehen, dass hier K. seine Schuld anerkennt und dafür hingerichtet wird. Mit K. s Tod aber endet der Roman zwangsläufig.
Begünstigt durch die besondere Editionsgeschichte des Kafka-Werkes, ist die Überlegung einer Umstellung der Reihenfolge durchaus legitim. Gilles Deleuze und Félix Guattari
belegen mit ihrer Theorie eine unendliche Verschleppung des Romanverlaufs und legen auch Kafkas Aussage, dass der Roman niemals die höchste Instanz erreichen sollte,
dahingehend aus, dass Kafka seinen Text "Der Prozeß" niemals als vollendet gedacht hat. Wenn aber "Der Prozeß" endlos sein soll, darf es im letzten Kapitel keinen Tod des K. geben. Damit wäre der Roman beendet.
Gilles Deleuze und Félix Guattari gehen davon aus, dass das Kapitel mit dem Titel "Ende" auch ein Traum sein kann, dieser hätte durchaus auch an anderer Stelle des Romans eingefügt werden können. Eine Textanalyse, die hierfür Beweise liefern könnte, gehört nicht zu den von Gilles Deleuze und Félix Guattari veröffentlichten Überlegungen.
Die vorliegende Arbeit soll im Folgenden untersuchen, welche Hinweise im Kapitel "Ende" für die Möglichkeit einer anderen Platzierung im Roman sprechen.
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