Die Schwestern Emma und Carla leben zusammen in Hamburg. Seit dem tragischen Verlust ihrer Eltern ist ein Jahr vergangen. Weihnachten steht vor der Tür, aber vor allem die achtzehn Jahre alte Emma leidet unter der allgegenwärtigen besinnlichen Stimmung.
Das ändert sich allerdings, als sie plötzlich mit einem überraschenden Besucher konfrontiert wird.
Durch dieses kleine Wesen wird sie mit einem Schlag zurück in ihr Leben katapultiert und lernt, dass auch bei anderen Menschen nicht immer alles so fröhlich ist, wie es auf den ersten Blick erscheint, dass man aber viel zufriedener ist, wenn man zusammen hält.
Dies ist die erste Geschichte über die Schwestern Emma und Carla. Im September 2018 erschien »Emmas Sommermärchen«, der zweite Roman, in dem es um die Geschwister Emma und Carla geht. Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.
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Eine berührende Kurzgeschichte voller Herz, Hoffnung & Weihnachtsmagie
CleoBe aus Berlin am 27.10.2025
Bewertungsnummer: 2638076
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Spatz im Winter, so klein, so sacht, bringt Licht zurück in dunkle Nacht. Ein Hauch von Wärme, leise, zart und heilt, was einst zerbrochen war.
Ein Flügelschlag im Advent so sacht und plötzlich wird das Herz wieder wach.
Wenn die Stille des Winters zu laut wird – Es gibt Geschichten, die kommen leise daher – und bleiben dennoch lange in uns. „Ein Spatz im Advent“ ist genau so eine. Kein lautes Drama, keine großen Worte – sondern ein feines, ehrliches Gefühl, das zwischen den Zeilen schwingt. Ivy Bell nimmt uns mit in eine Adventszeit, die nicht von Glitzer und Freude geprägt ist, sondern von Nachhall und Schmerz. Jene besondere Art von Traurigkeit, die sich einstellt, wenn die Welt draußen funkelt und man selbst kaum den Mut findet, das eigene Herz anzuzünden. In dieser leisen Dunkelheit entfaltet die Autorin ein kleines, aber tiefes Stück Hoffnung – so zart wie der Flügelschlag eines Spatzes. Wenn du jetzt neugierig bist, dann nehme ich dich gerne mit auf eine kurze Lesereise. Auf geht’s…
Ein Spatz als Sinnbild für das Leben – Mit unglaublichem Fingerspitzengefühl beschreibt Ivy Bell, wie ein winziges, unscheinbares Wesen zum Anstoß wird, das Leben wieder zuzulassen. In diesem Moment liegt der Kern der Geschichte: dass Heilung oft in den kleinsten Begegnungen beginnt. Es ist dieser eine Augenblick, in dem etwas Ungeplantes geschieht – etwas, das nicht spektakulär aussieht, aber eine Tür öffnet. Eine Tür, hinter der Erinnerungen, Wärme und die Fähigkeit warten, wieder zu fühlen. Die Autorin schreibt so feinfühlig, dass jedes Wort auf der Zunge zergeht. Man spürt die winterliche Kälte Hamburgs, den Duft von Schnee in der Luft – und das langsame Erwachen einer Seele, die gelernt hat, mit Schmerz zu leben, ohne sich ganz von ihm bestimmen zu lassen.
Zwischen Verlust und Verbundenheit – Was „Ein Spatz im Advent“ so besonders macht, ist nicht die Traurigkeit selbst, sondern die Art, wie Ivy Bell sie beschreibt. Sie zeigt, dass Trauer nicht das Ende ist, sondern ein Teil des Weges. Ihre Figuren – sensibel, menschlich, verletzlich – erinnern uns daran, dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen trägt. Dass die Weihnachtszeit für viele nicht nur eine Zeit der Freude, sondern auch eine Zeit der Erinnerung ist. Doch am Ende schwingt Hoffnung mit. Nicht laut, nicht aufdringlich – sondern wie ein Licht, das durch die Ritzen fällt. Das Licht der Nähe, der Gemeinschaft und des Verstehens.
Eine Autorin mit einem Herz für Zwischentöne – Ivy Bellbeweist auch in dieser Kurzgeschichte, dass sie die Kunst des emotionalen Schreibens beherrscht. Ihre Worte sind ehrlich, ungeschminkt und treffen tief. Sie schafft es, alltägliche Szenen mit Bedeutung zu füllen und selbst in der Traurigkeit Schönheit zu finden. Es ist diese Mischung aus zarter Melancholie und vorsichtiger Hoffnung, die ihren Stil so unverwechselbar macht. Man liest – und fühlt. Man hält inne – und erkennt sich selbst ein Stück weit wieder.
FAZIT: Ein kleines Wunder im Wintergrau – Diese tolle Kurzgeschichte bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung. „Ein Spatz im Advent“ ist eine stille, aber kraftvolle Geschichte über das Wiederfinden des Lichts, wenn alles dunkel scheint. Über Trauer, Zusammenhalt und die kleinen Wunder, die das Leben manchmal im Vorübergehen schenkt. Ivy Bell schenkt uns mit dieser Erzählung einen Moment des Innehaltens, eine Erinnerung daran, was wirklich zählt, wenn die Welt draußen hektisch wird: Nähe, Verständnis und Zusammenhalt. Diese Geschichte erinnert uns daran, dass man nicht laut sein muss, um etwas zu sagen. Dass man nicht stark wirken muss, um Mut zu haben. Und dass die zärtlichsten Zeichen des Lebens oft dann kommen, wenn wir sie am wenigsten erwarten. Für mich ist „Ein Spatz im Advent“ wie ein warmer Atemzug an einem kalten Fenster – kurz, aber voller Leben. Eine Geschichte, die man liest, wenn man sich selbst ein wenig verloren hat – und danach das Gefühl hat, ein kleines Stück Trost gefunden zu haben. Ein stilles, kostbares Juwel für die Adventszeit – und ein Beweis, dass manchmal ein einziger Spatz genügt, um den Winter im Herzen zu vertreiben.
Mein persönliches Schlusswort – Diese kleine Geschichte hat mich mitten in einer stillen Minute getroffen – so, wie Schnee fällt, wenn man nicht hinsieht. Ivy Bell schreibt mit einer Sanftheit, die bleibt. „Ein Spatz im Advent“ ist für mich ein Text über das Wiederfinden der Lebensfreude, über das Mutigsein im Trauern und über das Lächeln, das manchmal einfach zurückkehrt, wenn man es am wenigsten erwartet. Es ist ein Buch für die stillen Abende, für jene, die jemanden vermissen, und für alle, die wissen, dass Liebe niemals endet.
Ein Spatz mag klein sein – aber manchmal reicht genau so ein kleiner Flügelschlag, um den Winter in uns ein bisschen wärmer zu machen. Manchmal reicht ein Blick aus einem kleinen Vogelauge, um uns daran zu erinnern, dass Liebe, Erinnerung und Hoffnung Flügel tragen. Und dass sie uns immer wieder heimbringen – dorthin, wo Licht und Leben auf uns warten. Mir bleibt jetzt nur noch dir eine sehr schöne Lesezeit mit diesem Buch zu wünschen, denn das hier ist ein leises, wunderschönes Stück Advent – fein, tröstlich und voller Gefühl.
Ein sehr schöner Kurzroman zur Weihnachtszeit, der einem das Herz erwärmt.
Meike aus Oberlungwitz am 30.10.2023
Bewertungsnummer: 2057520
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
“Ein Spatz im Advent” von Ivy Bell ist die Vorgeschichte von “Emmas Sommermärchen” und ich muss euch sagen, dass ich nun richtig Lust habe, den eigentlichen Roman zu lesen. Durch diesen Prequel hat es die Autorin geschafft, mir beide Schwestern, die ich in dieser Kurzgeschichte kennenlernen durfte, in mein Herz zu schließen.
Aufgrund des tragischen Verlustes begann ich schon mit Tränen in den Augen diese Geschichte zu lesen. Gleichzeitig fesselte sie mich gerade deshalb, weil ich die Trauer und die Verzweiflung, besonders von Emma, regelrecht spüren konnte. Somit kann ich sagen, dass die Autorin mich genau dort abholte, was ich in Büchern bevorzuge: Mitfühlen zu können.
Der Schreibstil war locker und leicht, weshalb die Seiten nur so dahin flogen. Die Autorin schaffte es mit dieser Geschichte, dass ich regelrecht Weihnachtsstimmung verspürte, sehnsuchtsvoll auf die baldigen Weihnachtstage blickte und ich gedanklich abdriftete, da mich die Frage beschäftigte: “Wie viele Menschen sin in meinem Umfeld zu Weihnachten einsam?” Deshalb hatte ich am Ende erneut Tränen in den Augen, aber diesmal aus anderen Gründen, wie zu Beginn. Doch das solltet ihr am besten selbst lesen.
Demzufolge gebe ich diesem Buch sehr gerne fünf Sterne und freue mich jetzt schon riesig auf die Neuauflage von “Emmas Sommermärchen”.
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